empfand Wilson keine Gewissensscrupel, sich auf Kosten desZolleinnehmers und der Kasse für seinen Verlust zu entschädi-gen. Er verband sich mit einem gewissen Robertson und zweiandern müßigen jungen Leuten, an demselben verbotenen Han-del betheiligt, und überredete sie, die Handlung aus demselbenGesichtspunkte, wie er, anzusehen. Sie beobachteten das Thundes Zolleinnehmers, brachen mit Gewalt in das Haus, wo erwohnte — Wilson ging mit zwei von seinen Verbündeten indas Zimmer des Zolleinnehmers, während Robertson, der Vierte,mit einem bloßen Hirschfänger in der Hand vor der Thür Wachehielt. Als der Zollofficiant sein Leben in Gefahr sah, sprang eraus dem Fenster seines Schlafzimmers und entfloh im Heinde, sodaß die Räuber sich ruhig in Besitz von zweihundert Pfund öf-fentlichen Geldes setzten. Der Raub wurde aufsehr kühne Weisebegangen, denn zu der Zeit gingen mehrere Personen durch dieStraße. Doch Robertson sagte ihnen, der Lärm, den sie hörten,sei ein Streit oder eine Schlägerei zwischen dem Zollofficiantenund den Leuten des Hauses, worauf sich die würdigen Bürger vonPittenwcen keineswegs berufen fühlten, sich zum Vortheil desverhaßten Zollofficianten in die Sache zu mischen- Sie begnüg-ten sich daher mit diesem sehr oberflächlichen Berichte von der Sache,gleich dem Leviten in der Parabel, und gingen auf die andere Seiteder Straße hinüber. Endlich wurde Lärm gemacht und Militärzu Hülfe gerufen, die Räuber verfolgt, die Beute wieder erlangt,und Wilson und Robertson verhört, und besonders in Folge desZeugnisses eines Mitschuldigen zum Tode verurtheilt.
Manche glaubten, daß, in Berücksichtigung der irrthümlichenAnsichten der Leute von der Natur dcrbegangenen Handlung, dieGerechtigkeit sich mit einer geringeren Buße, als Todesstrafe, be-gnügen könne. AndererseitswurdewegenderKühnheitdcrHand-lung ein strenges Beispiel für nöthig erachtet; und dies war die