16V
„Nein," antwortete Edie ungeduldig; „könnt ich nur nachTannonburgh kommen. In des Himmels Namen, Capitain,verschaffen Sie mir ein Mittel hin zu kommen, und Sie leistendieser armen ruinirten Familie einen größer;; Dienst, als ihrje seit den Tagen des Rothhand geleistet worden — so ge-wiß, als die alte Sage wahr ist, daß Knockwinnvck an dem-selben Tage verloren und gewonnen werden soll."
„Ei, was kannst du helfen, alter Mann?" sagte Hektar.
Aber Robert, der Diener, mit welchem Sir Arthur diesenMorgen so unzufrieden gewesen war, trat, als hätte er nureine Gelegenheit erwartet, um seinen Diensteifer zu beweisen,hastig hervor und sagte zu seiner Gebieterin: „wirklich, MißWardour, dieser alte Mann ist in vielen Dingen sehr er-fahren, z. B. was die Krankheiten der Kühe, der Pferde unddergleichen betrifft, und ich bin überzeugt, daß er nicht ver-gebens nach Tannonburgh gehen wird, da er so sehr daraufbesteht; wenn Sie eS erlauben, so fahre ich ihn in Zeit voneiner Stunde hin. — Ich möchte gern von einigem Nutzensein — ich könnte mir selber die Zunge ausbeißen, wenn ichan diesen Morgen denke."
„Ich danke dir, Robert," sagte Miß Wardour; „und wenndu wirklich glaubst, daß nur die geringste Aussicht da sei, daßcs von Nutzen" —
„In Gottes Namen," sagte der alte Mann, „spanne nurden Wagen an, Robert, und wenn ich nicht auf irgend eineWeise nützlich bin, so sollst du mich drüben über die Brückewerfen, wenn wir zurückkommen. Aber, Freund, eile, denndie Zeit ist heute kostbar."
Robert sah auf seine Gebieterin, während diese ins Haus ging;und da er keinen Widerruf der Erlaubnis; hörte, eilte er nach demStall, der gleich neben dem Hofe war, um den Wagen zurechtzu