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9 (1851) Der Alterthümler
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Das mag wahr sein, Edie," sagte Miß Wardour,aberdu hast dennoch Unrecht gethan."

Nun gut, wir wollen darüber weiter nicht streiten; inBezug auf Sie selber wollt' ich gern etwas sprechen. Wisse»Sie wohl, was dem Hause Knockwinnock droht?"

Großes Unglück, furcht' ich, Edie," antwortete Miß War-dour;aber ich staune, daß dies bereits so öffentlich ist."

Oeffentlich! Fegercin, der Gcrichtsbvte, wird noch heutemit seiner ganzen Genossenschaft hier sein. Ich weiß es voneinem seiner Collegen, wie man sie nennt, welcher Auftrag be-kommen hat, sich zu ihm zu gesellen. Und sie werden baldHand an's Werk legen wo sie scheren, braucht man keinenKamm mehr, sie schneiden kahl ab."

Weißt du gewiß, Edie, daß diese schlimme Stunde so nahist? ach, daß sie kommen wird, weiß ich."

Genau, wie ich sagte, Lady! aber sein Sie nicht nieder-geschlagen noch ist hier so gut ein Himmel über IhremHaupte, als in der schrecklichen Nacht zwischen Ballyburghneßund dem Halketfelsen. Meinen Sie, Er, der den Wassern ge-bot, könne Sie nicht vor dem Zorne der Menschen schützen,wären sle auch mit weltlicher Macht gerüstet?"

Wir dürfen allerdings Alle auf ihn hoffen."

Wissen Sie nicht, wissen Sie denn nicht: wenn dieNacht am schwärzesten, ist das Morgenroth am nächsten? Hätt'ich ein gutes Pferd, oder könnt' ich cs reiten, wenn ich's hätte,so müßt' ich wohl noch Hilfe zu finden. Ich hoffte ein Stückmit der Postkutsche fortzukommen, aber sie ist dort drüben um-geworfen. Auf dem Bocke war ein junger Herr, der durchausfahren wollte, und Tam Sang, der mehr Verstand habensollte, ließ es ihm auch zu; aber der einfältige Herr konnteder Ecke auf der Brücke nickt ausweichcn, und steh da! er