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9 (1851) Der Alterthümler
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Und höchst wahrscheinlich befindet sich der Verwalter, dessenEw. Herrlichkeit erwähnten, auch in seinem Dienste," sagte derAlterthümler.

Das dürfte wohl der Fall sein; und der Mann ist Pro-testant, wie weit ihm zu trauen räthlich sein mag"

Ich sollte denken, Mylord," sagte Oldbnck ernst,daß einProtestant des Vertrauens eben so würdig sein könnte, als ein Ka-tholik. Bei dem protestantischen Glauben bin ich doppelt interes-flrt, Mylord. Mein Ahnherr, Aldobrand Oldenbnck, druckte dieberühmte Augsburger Confesston, wie ich Ihnen durch die Ori-ginalausgabe, die ich hier im Hause habe, beweisen kann."

Ich zweifle nicht im Geringsten an dem, was Sie sagen,Mr. Oldbnck," crwiederte der Graf,auch sprach ich nicht ausBigotterie oder Intoleranz; aber wahrscheinlich wird der pro-testantische Hausverwalter den protestantischen Erben mehrbegünstigen als den katholischen wofern nämlich mein Sohnim Glauben seiner Väter erzogen ward oder, ach! woferner überhaupt noch lebt!"

Wir müssen dies Alles genauer erwägen," sagte Oldbnck,bevor wir an's Werk gehen. Ich habe einen literarischenFreund zn Jork, mit welchem ich lange über das sächsischeHorn correspondirt habe, welches im Dome dort aufbewahrtwird; wir wechselten sechs Jahre lang Briefe, und waren bisdaher nur im Stande, über die erste Zeile der Inschrift in'sReine zu kommen. Ich will gleich an diesen Herrn, den Dr.Dryasdust, schreiben, und will mich besonders genau nach demCharakter von Ihres Bruders Erben, nach dem Herrn, derseine Geschäfte ordnete und überhaupt nach Allem, was IhreForschungen fördern kann, erkundigen. Inzwischen werden Ew.Herrlichkeit die Beweise der Heirath sammeln, die sich hoffent-lich noch finden lassen werden?"