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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
77
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Es soll geschehn," erwiedcrte Lord Glenallan, der begie-rig die dargebotene Hoffnung ergriff, die erste, die er seit zwan-zig Jahren genährt hatte;ich will an einen treuen Haus-verwalter meines Vaters schreiben, der dasselbe Amt untermeinem Bruder Neville versah. Aber, Mr. Oldbuck, ich binnicht meines Brnders Erbe."

Wirklich? das bedauereich, Mylord! Es ist ein schö-nes Besitzthum, und die Ruinen des alten Schlosses Neville-Burgh, welche die herrlichsten Reste anglonormännischer Bau-kunst in der Gegend sind, wären allein schon ein wünschens-werthes Eigenthum. Ich glaubte, Ihr Vater habe weiter kei-nen Sohn oder nahen Verwandten gehabt."

Er hatte keinen, Mr. Oldbuck," erwiedcrte Lord Glenal-lan;aber mein Bruder nahm andere politische Ansichten undauch eine andere Form der Religion an, die den in unser»,Hause befolgten entgegengesetzt waren. Unser Charakter warsehr verschieden, auch glaubte meine unglückliche Mutter stets,er bezeige ihr nicht die gehörige Aufmerksamkeit. Kurz, eSfand ein Zwiespalt statt, und mein Bruder, der frei über seinVermögen verfügen konnte, bediente sich dieser Freiheit, umeinen Fremden zu seinem Erben einzusetzeu. Es ist dies einUmstand, dem ich nie die geringste Wichtigkeit beigelegt habe,denn wenn weltliche Güter inneres Elend erleichtern könnten,so hätte ich deren mehr als genug. Jetzt aber macht mich derUmstand doch besorgt, weil er meiner Forschung Hindernisse inden Weg legt; denn wenn ich einen Sohn aus rechtmäßigerEhe hatte, und mein Bruder starb ohne Nachkommenschaft,so mußten meines Vaters Güter auf jenen übergehen. Es istdaher nicht wahrscheinlich, daß der Erbe, sei er wer er wolle,uns zu einer Entdeckung behilflich sein werde, die seinem eige-nen Vortheil so sehr im Wege stände "