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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
74
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ist zu lange mit Schmach bedeckt gewesen, und ich glaube, eskönnte, ohne jenes Ihrer Mutter zu beflecken, anfgehellt wer-den, wenn man nur zu verstehen gäbe, daß die letztere dieHcirath gemißbilligt und sich derselben auf's heftigste wider-sctzt habe. Jeder, Sie verzeihen mir, Mylord, jeder,der von der verstorbenen Gräfin von Glcnallan jemals gehörthat, wird diese Kunde ohne Verwunderung vernehmen."

Aber Sie vergessen einen schrecklichen Umstand, Mr. Old-buck," sagte der Graf mit zitternder Stimme.

Ich wüßte nicht welchen," erwiederte der Alterthümlcr-

Das Schicksal des Kindes sein Verschwinden mit dervertrauten Dienerin meiner Mutter, und die schrecklichen Schlüsse,welche sich aus meiner Unterredung mit Elsbeth ziehen lassen."

Wenn Sie meine freie Meinung hören wollen, Mylord,"antwortete Oldbuck,und nicht allzu schnell eine Hoffnungdarauf gründen, so möcht' ich sagen, daß möglicherweise dasKind wohl noch leben könne. Denn durch meine früher« Nach-forschungen in Betreff des unglücklichen Abends weiß ich soviel gewiß, daß ein Kind und ein Weib in jener Nacht ausdem Hause zu Craigburnfoot in einem vierspännigen Wagendurch Ihren Bruder Edward Geraldin Neville abgeführt wurde,dessen Reise nach England in der genannten Gesellschaft ichfür mehrere Stationen verfolgt habe. Ich glaubte damals, esgründe sich auf einen Familienvcrtrag, daß ein Kind, welchesvon unehelicher Geburt war, aus einem Lande geführt werde,wo ihm der Zufall Beschützer und Ansprüche verschaffen konnte.Nun aber denk' ich, daß Ihr Bruder aus gleichem Grunde,wie Sie, das Kind mit noch ärgerer Schmach bedeckt glaubteund es entfernte, theils aus Rücksicht für die Ehre seinesHauses, theils der Gefahr wegen, welcher es in der Nähe derGräfin Glcnallan ausgesetzt sein konnte."