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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
75
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Während er so sprach, war der Graf von Glenallan äußerstblaß geworden, und fast vom Stuhle gesunken. Der beun-ruhigte Alterthümlcr rannte hin und her, um Heilmittel zusuchen; aber sein Museum, obwohl mit einer hinreichenden Aus-wahl unnützer Dinge angefüllt, enthielt nichts, was bei dieseroder jeder andern Gelegenheit hätte Dienste leisten können.Als er aus dem Zimmer eilte, um seiner Schwester Riechfläsch-chen zu borgen, konnte er nicht umhin, unwillkührlich einigeLaute des Aergers und der Verwunderung zu äußern, daß somancherlei Zufälle sein Haus erst in ein Spital für einen ver-wundeten Duellanten und nun in ein Krankenzimmer für einensterbenden Edelmann verwandelten.Und gleichwohl," sagteer,Hab' ich mich stets vor Soldaten und Edelleuten gehütet.Mein coenobitium braucht nur noch ein Entbindungshaus zuwerden, und dann, denk' ich, wird die Umwandlung voll-ständig sein."

Als er mit dem Mittel zurückkam, befand flch Lord Glenallanweit besser. Das nene und unerwartete Licht, welches Mr. Old-bnck auf die traurige Geschichte seiner Familie fallen ließ, hatteihn fast überwältigt.Sie meinen also, Mr. Oldbuck, dennSie sind fähig Gedanken zu fassen, ich aber nicht, Sie mei-nen also, daß es möglich sei daß cs nicht unmöglich sei,mein Kind lebe noch?"

Ich halte es für unmöglich," sagte der Alterthümler,daßihm von Ihrem Bruder Gewalt angethan worden sein sollte. Erwar als ei» fröhlicher und vergnügungssüchtiger, nicht aber alsrin grausamer und unehrenhafter Mann bekannt, auch ist nichtmöglich, daß, wofern er eine schlechte Absicht hatte, er sichselbst so persönlich mit dem Kinde befaßt haben würde, unddaß dies der Fall war, kann ich Ew. Herrlichkeit beweisen."

Mit diesen Worten öffnete Mr. Oldbuck ein Fach des Schran-