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9 (1851) Der Alterthümler
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zu bleiben und das Mahl zu segnen. Miß M'Jntyre empfandihrerseits einige Neugier, den mächtigen Pair zu sehen, vonwelchem man so viel hörte, wie im Morgcnlande von einemKalifen oder Sultan. Es wandelte sie sogar einige Schüchtern-heit an, wenn sie bedachte, daß sie mit einem Manne Zusam-menkommen solle, von dessen zurückgezogenem Wesen und stren-ger Sinnesart so manche Geschichten erzählt wurden, um wenig-stens ihre Furcht mit der Neugier gleichen Schritt halten zulassen. Die alte Haushälterin war nicht weniger außer Fassungund wußte kaum, wie sie den zahllosen und widersprechendenBefehlen ihrer Gebieterin gehorchen sollte, die sich auf Paste-ten, Früchte, auf die Weise des Anrichtens und Deckens, aufdie Nothwendigkcit, die geschmolzene Butter nicht wie Oellaufen zu lassen und auf die Gefahr, daß Juno hereinkommcnkönne, bezogen; denn Juno war zwar allerdings aus der Kücheverbannt, unterließ aber dennoch nicht, die Außenwerke desHaushalts zu durchstöbern.

Der einzige Bewohner Monkbarns, der völlig gleichgiltigbei dieser wichtigen Begebenheit blieb, war Hektor M'Jntyre,der sich nicht mehr um einen Grafen, als um jeden Andernbekümmerte. Der unerwartete Besuch interessirte ihn nur in-sofern, als er ihm Schutz vor seines Oheims Mißfallen ge-währen konnte, wofern er ein solches der abgelehnten Leichen-begleitnng halber hegen sollte; noch mehr aber vor dem Spottevon wegen seines tapfern aber unglücklichen Zweikampfes mitder plloes oder dem Seehund.

Allen diesen Bewohnern seines Hauses stellte Oldbuck denGrafen von Glenallan vor, welcher mit herablassender, freund-licher Höflichkeit die lange Begrüßungsrede des wackern Geist-lichen, und die weitschweifigen Entschuldigungen der Miß Gri-selda Oldbuck anhörte, welche ihr Bruder vergebens abznkür-Altcrthümler. III. . 5