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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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bet- fort,als ich in einer Nacht die Rückkehr meines Man-nes vom Fischfang erwartete und im Stillen die bitternThränen vergoß, die mir mein stolzer Sinn stets auspreßte,so oft ich an meine Ungnade dachte. Da öffnete sich dieThür, und die Gräfin, Eure Mutter, betrat meine Wohnung.Ich glaubte ein Gespenst erblickt zu haben, denn selbst als ichin der höchsten Gunst stand, hatte sie mir nie diese Ehre ge-than, und sie sah so bleich und geisterhaft aus, als sei sie ausdem Grabe gestiegen. Sie setzte sich nieder und preßte dieTropfen aus ihrem Haar und Gewände, denn die Nacht warregnerisch und ihr Weg war durch die Pflanzungen gegangen,die mit Thau bedeckt waren- Ich erwähne dies Alles nur,damit Ihr sehen mögt, wie klar diese Nacht noch in mir lebt, und das muß sie freilich wohl. Ich war überrascht, sie zusehen, aber ich wagte anfangs nicht zu sprechen, wie wennich ein Gespenst gesehn hätte. Nein, ich wagte es nicht, My-lord, ich, die doch schon viel Schreckliches geschaut hatte. End-lich, nach einer Pause, sagte sie:Elsbeth Cheyne," (denn siegab mir noch immer meinen Geburtsnamen),bist du nichtdie Tochter des Reginald Cheyne, welcher starb, um seinenHerrn, Lord Glenallan, auf dem Schlachtfelde von Sheriffmuirzu retten ?" Und ich antwortete beinahe eben so stolz, wie sie sel-ber :So gewiß, als Ihr die Tochter des Grafen von Glenallanseid, den mein Vater damals durch seinen eignen Tod rettete."

Hier machte sie eine Pause.

Und was folgte? was folgte? Um des Himmels willen,gute Frau aber wozu sollte ich dies Wort brauchen?Nun, gut oder schlecht, ich befehle dir, mir weiter zu erzählen."

Ich würde eines irdischen Befehles wenig achten," ant-wortete Elsbeth,wäre nicht eine Stimme da, die im Wachenund im Schlaf zu mir gesprochen Hai und die mich treibt, dir