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aber meine Tage sind gezählt — Eure Schwiegermutter isthochbejahrt, und wenn ich sie heut nicht sehe, treffen wir unsvielleicht nie wieder in diesem Leben."
„Und warum," sagte die trostlose Mutter, „warum wollenSie eine alte Frau sehen, die von Alter, Kummer undSchmerz darniedcrgebeugt ist? — Weder vornehm noch ge-ring soll heute durch meine Thür cintreten, da mein Kindals Leiche hinausgetragen ward."
Während sie so sprach und der natürlichen Reizbarkeitihrer Stimmung und ihres Berufes nachgab, die sich einiger-maßen mit ihrem Gram zu mischen begann, als der ersteheftige Ausbruch desselben vorüber war, hielt sie die Thüretwa um ein Drittel geöffnet und stellte sich in die Oeffnung,als wolle sie dem Fremden den Eintritt unmöglich machen.Aber die Stimme ihres Mannes ward von innen hörbar:„Was gibt's, Maggie? warum willst du Niemand hereinlas-scn? — laß die Leute herein — Es ist mir kein altes Tau-ende mehr wcrth, was von dieser Zeit hier noch aus- odereingeht"
Das Weib gehorchte dem Befehl ihres Mannes und ließGraf Glenallan eintrcten. Die Niedergeschlagenheit, die seinegebeugte Gestalt und sein abgcmagertes Gesicht bekundete,bildete einen starken Gegensatz zu den Wirkungen des Schmer-zes, wie sie das rauhe und verwitterte Gesicht des Fischersund die mannhaften Züge seines Weibes zeigten. Er nähertesich der alten Frau, die auf ihrem gewöhnlichen Stuhle saß,und fragte so laut, als er es vermochte: „Bist du Elsbethvon Craigburnfoot bei Glenallan?"
„Wer ist es, der nach dem unseligen Wohnorte dieser bö-sen Frau fragt?" war die Antwort-
»Der unglückliche Graf von Glenallan."