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Versuchung ist — Gram gehört denen, die in diesem Thaledes Grams und der Finsterniß Zurückbleiben — Ich, die ichNiemand beklage und Niemand beklagen kann, Hab' cs ammeisten nöthig, daß ihr Alle mich beklagt."
Die Stimme seiner Mutter, die er seit Jahren nicht ge-hört hatte, wen» es dem thätigen Leben, oder wenn es Trostund Rath galt, äußerte ihre Wirkung auf den Sohn. Ersetzte sich auf den Rand des Bettes, und Miene, Haltungund Geberde verwandelten ihren Ausdruck der heftigsten Ver-zweiflung in den eines tiefen Kummers und Grames. DieGroßmutter ging nach ihrem Stuhle zurück, die Mutter nahmmechanisch ihre abgegriffene Bibel zur Hand und schien zulesen, obwohl ihre Augen von Thräneu verdunkelt waren.
So waren sie beschäftigt, als man ein lautes Klopfen ander Thür vernahm.
„Ach Gott!" sagte die arme Mutter, „wer kann jetzt zuuns kommen wollen? — Von unserm Unglück können sie janichts gehört haben, gewiß nicht."
Das Klopfen ward wiederholt. Sie stand daher auf, öff-nete die Thür und fragte mißmuthig: „Wer kommt denn, umeine betrübte Familie zu stören?"
Ein großer, schwarzgekleideter Mann stand vor ihr, in wel-chem sie sogleich den Grafen von Glenallan erkannte.
„Wohnt nicht," sagte er, „in diesem oder einem der Nach-barhäuser eine alte Frau, Namens ElSbeth, die lange zuCraigburnsoot bei Glenallan gelebt hat?"
Das ist meine Schwiegermutter, Mylord," sagte Marga-rete; „aber sie kann mit Niemand sprechen — Ach! wir findin großer Trauer — wir haben einen harten Schlag erlebt!"
„Gott verhüt' eS," sagte Graf Glenallan, „daß ich EurenKummer durch eine geringfügige Angelegenheit stören sollte —