rung, Hand und Haupt schüttelte. Mehr in guter Absicht, alsaus Klugheit, wurden diese Freunde, welche die Handlungals eine Pflicht für die Lebenden und als gebührenden Zollfür den Gestorbenen betrachteten, ihn am Ende dazu gezwun-gen haben, hätte sich nicht Oldbuck zwischen den kummerbe-lasteten Vater und die gut meinenden Quäler gestellt, undgegen die letztem erklärt, daß er selbst, als Guts- und Ge-richtsherr des Verstorbenen, „dessen Haupt zu Grabe tragenwolle." — Trotz der traurigen Gelegenheit, hoben sich dochdie Herzen der Verwandten, da ihnen eine so besondere Aus-zeichnung von Seiten des Lairds zu Theil wurde. Die alteAlison Breck, die nebst andern Fischerweibern gegenwärtigwar, schwur fast laut: „Der Laird von Monkbarns solle ge-wiß stets sein Schock Austern erhalten," (man wußte, daß er diesesehr liebte,) „wenn die Jahreszeit sei, und sollte sie dieselben auchselber beim ärgsten Sturme sammeln müssen." Und zufolge desCharakters des gemeinen Volkes in Schottland geschah es, daßOldbuck durch dieses gefällige Eingehen in ihre Sitten und durchseine Achtung für ihre Personen, mehr Popularität gewann, alsdurch all' die Summen, die er jährlich im Kirchspiel bei einzelnenFällen und im Allgemeinen zu wohlthätigen Zwecken verwendete.
Der traurige Zug bewegte sich nun langsam vorwärts;voran gingen zwei Anführer mit ihren Stäben, — elend aus-sehende alte Männer, schwankend, als ob sie selbst am Randedes Grabes ständen, zu welchem sie einen andern begleiteten,und angethan nach schottischer Sitte mit abgetragenen schwar-zen Röcken und Jagdmutzen, mit schlechtem Flor umhüllt-MonkbarnS würde gegen diesen unnützen Aufwand gewiß et-was cingewendet haben, wenn man ihn gefragt hätte; dochsicherlich würde er dadurch auch mehr Anstoß gegeben haben,als er an Popularität gewann, indem er sich zu dem Dienste