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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
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Froste des Alters und des Schmerzes zu kämpfen hatte, hielt, ge-gen den Pfarrer, daß es Zeit sei, die Ceremonie zu beginnen. DerVater war unfähig, Anordnungen zu geben, aber der nächste Ver-wandte der Familie gab dem Zimmermann ein Zeichen, sein Amtzu verrichten; denn dieser pflegt in solchen Fällen immer dasGanze zu leiten. Das Geräusch, welches das Einschlagen derSargnägel verursachte, kündigte an, daß die Decke der letztenmenschlichen Behausung über dem Bewohner befestigt werde.Diese letzte Handlung, welche uns für immer selbst von den sterbli-chen Resten der Person trennt, die wir zu beklagen versammeltsind, übt ihre Wirkung gewöhnlich auch auf die Gleichgiltigsten,Selbstsüchtigsten und Hartherzigsten. Mit einem Geiste des Wider-spruchs, den wir wohl engherzig nennen dürfen, verwerfen die Vä-ter der schottischen Kirche selbst bei dieser so feierlichen Gelegenheitdie Form einer Anrede an die Gottheit, um sich nicht den Anscheinzu geben, als ahmten sie die Gebräuche der römischen oder engli-schen Kirche nach. Mit besserer, freisinnigerer Beurtheilung jedochpflegen die meisten schottischen Geistlichen jetzt diese Gelegenheit zuergreifen, um ein Gebet oder eine Ermahnung zu sprechen, die al-lerdings auf die Lebenden Eindruck machen können, da sie in Gegen-wart der Ueberreste desjenigen stehn, der noch kürzlich Einer ih-res Gleichen war, und der jetzt das ist, was sie zu ihrer Zeit wer-den müssen. Aber diese schickliche und preiswürdige Gewohn-heit war zu der Zeit, von welcher wir reden, noch nicht ange-nommen, wenigstens übte sie Mr. Blattergowl nicht, unddie Ceremonie begann ohne eine Andachtsübung.

Der Sarg, mit einem Tuche bedeckt und auf Querhölzernvon den nächsten Verwandten getragen, wartete nur noch aufden Vater, der, wie es gewöhnlich ist, das Kopfende haltensollte. Einige jener bevorrechteten Personen sprachen mit ihm,aber er antwortete nur, indem er, zum Zeichen der Weige-