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gemäß der Sitte Schottlands bei solchen Gelegenheiten wurdeWein, Branntwein und Backwerk unter der Gesellschaft herumgereicht- Als diese Erfrischungen dargeboten wurden, erstaunteund erschrak die ganze Gesellschaft, da ElSbcth plötzlich der Per-son, die jenen Dienst versah, winkte, stehen zu bleiben; dannstand sie auf, ergriff ein Glaö und rief, während das Lächeln desBlödsinns über ihre gefurchten Wangen schwebte, mit hohlerund zitternder Stimme: »Euch allen zur Gesundheit, Freunde,und mögen wir noch oft so fröhlich beisammen sein!"
Alle entsetzten sich vor dem ominösen Spruche und stelltendas unberührte Glas mit einem heftigen Grauen hin, welchesdiejenigen nicht wundern wird, die den mannichfachen Aber-glauben kennen, der bei solcher Gelegenheit bei dem schotti-schen Volke noch immer gewöhnlich ist. Als aber die alte Frauihr Glas kostete, rief sie plötzlich mit einer Art Geschrei:»Was ist das? — das ist Wein — wie sollte Wein in mei-nes Sohnes Haus kommen? — „Ja," fuhr sie mit einemunterdrückten Seufzer fort, »ich merke nun die traurige Ur-sache," das Glas fiel ihr aus der Hand, sie stand einen Au-genblick da, starr nach dem Bett' sehend, worauf der Sargihres Enkels niedergelegt war, und dann sank sie allmähligauf ihren Stuhl zurück, und bedeckte Augen und Stirn mitder welken und bleichen Hand.
In diesem Augenblick trat der Geistliche in die Hütte. Mr.Blattcrgowl, obwohl ein entsetzlicher Redner, besonders wenncs Vermehrung der Einkünfte, Pfarrländereien, Zehnten undVerhandlungen in der allgemeinen Synode galt, worin er,zum Unglück für seine Zuhörer, einmal als Mittelspersonauftrat, war doch bei alledem ein guter Mann, oder, nachder alten schottischen Redensart, Gott und den Menschen ge-recht. Kein Pfarrer besuchte die Kranken und Trauernden