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gen und zur Demuth gebracht, und mußte die Ausbrüche ihresmütterlichen Schmerzes vor ihrem Manne verbergen- Da erseit dem unglücklichen Ereigniß alle Nahrung zurückgewiesenhatte, und sie sich ihm nicht selbst zu nähern wagte, so hattesie diesen Morgen mit zärtlicher List sein jüngstes und liebstesKind zu ihm gehen und ihm etwas zu essen reichen lassen. Imersten Augenblick scheuchte er das Kind mit heftigem Zorn zu-rück und schüchterte es so ein; gleich darauf ergriff er denKnaben und bedeckte ihn mit Küssen. »Du wirst ein braverBursch, wenn du leben bleibst, Patie! aber du wirst nie, niewerden, was er mir war! — Seit seinem zehnten Jahre hater das Boot mit mir gelenkt, und von hier bis Buchanneßverstand Niemand das Netz so zu ziehen, wie er. Es heißt,der Mensch soll sich ergeben — ich will's versuchen."
Und seit diesem Augenblick war er schweigend geblieben,bis er wieder nothwendige Fragen beantworten mußte- Dieswar der trostlose Zustand des Vaters.
In einem andern Winkel der Hütte, das Gesicht mit derSchürze verhüllt, die sie darüber geworfen hatte, saß dieMutter; der Grad ihres Schmerzes ließ sich genügend anihrem Händeringen und dem krampfhaften Auf- und Nieder-wogen ihres Busens, welches die Verhüllung nicht bergenkonnte, erkennen. Zwei ihrer Gevatterinnen, die ihr dienst-fertig die gewöhnlichen Trostsprüche bei unvermeidlichem Miß-geschick in'S Ohr flüsterten, schienen den Schmerz, den sie nichtzu lindern vermochten, betäuben zu wollen.
Der Schmerz der Kinder mischte sich mit Verwunderungüber die Zurüstungen, die um sie her vorgingen, und überdie ungewöhnliche Vcrtheilung von Weisbrod und Wein, wel-chen der ärmste Bauer oder Fischer bei solchen Trauerfällenden Gästen vorsetzt; so verlor sich der Kummer um ihres