und zogen ihre Hüte und Mützen, als er vorüberging, miteiner Miene trauriger Höflichkeit, während er ihren Grußauf gleiche Weise erwiederte-
Im Innern der Hütte fand eine Scene statt, die nur unserWilkie mit jener Wahrheit und jenem Gefühl hätte malen kön-nen, wodurch sich seine bezaubernden Schöpfungen charakteristren-
Der Leichnam lag in seinem Sarge auf der hölzernen Bett-stelle, die den jungen Fischer während seines Lebens getragenhatte. In geringer Entfernung stand der Vater, dessen rau-hes, verwittertes Gesicht, von dem ergrauenden Haar beschat-tet, mancher stürmischen Nacht und manchem nachtähnlichenTage getrotzt hatte. Offenbar gedachte er feines Verlustesmit jenem heftigen Schmerze, der heftigen und rauhen Gemü-thern eigen ist, und fast in Haß gegen die Welt und Alles,was noch darin blieb, nachdem der geliebte Gegenstand hin-weggenommen ist, ausartet. Der alte Mann hatte die ver-zweifeltsten Anstrengungen gemacht, um seinen Sohn zu ret-ten, und nur mit Gewalt hatte man ihn abhalten können,dieselben in einem Augenblick zu erneuern, wo er, ohne denUnglücklichen retten zu können, selbst untergegangen sein Würde-Alles dies tobte offenbar in seinem Innern. Sein Blick warseitwärts auf den Sarg gerichtet, wie auf einen Gegenstand,den er nicht gerade anzuschauen vermochte, und von dem erdas Auge gleichwohl nicht wegwenden konnte- Seine Ant-worten auf die nöthigen Fragen, die man ihm von Zeit zuZeit vorlcgte, waren kurz, hart und fast wild. Seine Fami-lie hatte noch kein Wort, weder des Mitgefühls noch des Tro-stes, an ihn zu richten gewagt. Sein kräftiges Weib, so mann-haft sie auch war und so unumschränkt sie auch im Hauseherrschte, wie sie selbst von sich bei jeder Gelegenheit zu rüh-men pflegte, war doch durch diesen großen Verlust zum Schwei-