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gerin wieder, „warum die Familie Gienallan ihre Tobten beiFackellicht begräbt?"
„So haben sie immer gethan," sagte die Großmutter, „seitder Zeit, als der große Graf in der blutigen Schlacht bei Har-law fiel, wo der Todtengesang in einem Tage erschollen seinsoll von der Mündung des Tay bis zum Ende des Crabrach,daß man keinen andern Laut hören konnte, als den der Klageum die großen Männer, die im Kampfe gegen Donald von denInseln gefallen waren. — Aber des großen Grafen Mutterlebte noch, und die Weiber des Hauses Glenallan waren einhochmüthiges und hartes Geschlecht, daher wollte sie keinenTodtcngesang für ihren Sohn fingen lassen, sondern ließ ihnim Schweigen der Mitternacht zu seiner letzten Ruhstatt legen,ohne das Leichenmal zu halten oder die Klage zu singen. —Sie sagte, er habe genug getödtet am Tage, da er starb, daßdie Wittwen und Töchter der Hochländer, die er erschlagen,den Todtengesang für ihre Gestorbenen und für ihren Sohnzugleich anstimmen könnten; so legte sie ihn in das Grab mittrockenen Augen und ohne eine Klage hören zu lassen. Diesgalt nun in der Familie für ein stolzes Wort und man hieltdaran fest, besonders in den letzten Zeiten, weil sie bei Nachtmehr Freiheit zur Ausübung ihrer papistischen Gebräuche hat-ten, welche sie im Dunkeln und in der Stille ungestörter, alsbeim Tageslichte, verrichten konnten. Wenigstens war es zumeiner Zeit so. Am Tage wären sie durch's Gesetz und durchdas Volk von Fairport gestört worden. Jetzt übersieht manihr Thun und Treiben, wie ich hörte. Die Welt verändertsich. Manchmal weiß ich kaum, ob ich steh' oder fitze, todt oderlebendig bin."
Sie blickte nach dem Feuer hin, wie wenn sie sich eben jetztin dem zweifelhaften Zustande befände, worüber sie klagte;
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