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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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den Thalgrund mit einer Absicht, welche mit dem sanften,milden und friedlichen Charakter der Stunde und des Ortessehr im Widerspruch stand. Die Schafe, die während derglühenden Hitze des Tages in den Klüften und Höhlungen desBergabhangs oder unter den Wurzeln bejahrter und abge-storbener Bäume gelagert hatten, zerstreuten sich nun auf derOberfläche des Hügels, um sich ihrer Abcndweide zu freuen,und blökten mit jenem sanft melancholischen Tone, welchereiner Landschaft zwar Leben gibt, aber doch zugleich auch dieAbgeschiedenheit andcutet. Taffril und Lovel kamen in tiefemGespräche begriffen, nachdem sie, um nicht entdeckt zu werden,ihre Pferde durch einen Diener des Leutnants nach der Stadtzurückgeschickt hatten. Die Gegenpartei war noch nicht auf demPlatze erschienen. Als sie aber auf der bezeichneten Stelle an-kamen, saß auf den Wurzeln des alten Dornstrauchs eine Ge-stalt, so kräftig noch in ihrem Verfall, wie die moosbewach-senen aber starken Zweige, die ihr zum Zelte dienten. Es warder alte Ochiltree.Das ist sehr unangenehm," sagte Lovel;wie sollen wir diesen alten Mann los werden?"

Hier, Vater Adam," sagte Taffril, welcher den Bettlervon früherher kannte;hier ist eine halbe Krone für dichdu mußt gleich nach den vier Hufeisen gehen, dem kleinenWirthshaus, das du ja kennst; frage dort nach einem Dienermit blau und gelber Livree. Wenn er noch nicht gekommenist, so wart' auf ihn, und sag' ihm, er solle in etwa einerStunde zu seinem Herrn kommen. Jedenfalls warte, bis wirzurückkommcn, und doch, fort mit dir, schnell, schnell,Anker gelichtet."

Ich danke schön für das Almosen," sagte Ochiltree, indemer das Geldstück einstcckte;aber ich bitt' um Verzeihung,Mr- Taffril ich kann jetzt nicht Ihre Botschaft auSrichten."