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Miß M'Jntyre legte ihre Hand auf des Bruders Arm undbat ihn, seine Heftigkeit zu unterdrücken. „Wer," sagte sie, „be-leidigt, oder will dich beleidigen, als nur dein eigner hitziger Cha-rakter? — Welchen Gefahren willst du trotzen, die du nicht sel-ber heraufbeschworen hast? — Unser Oheim hat sich bisher nurfreundlich und väterlich gegen uns betragen, und warum solltestdu glauben, er werde künftig anders sein, als er es immer war,seit wir als Waisen seiner Fürsorge überlassen waren?"
„Er ist ein trefflicher alter Herr, das muß ich zugeben,"erwicderte M'Jntyre, „und ich ärgere mich über mich selbst,wenn ich ihn beleidigen sollte; aber dann seine ewigen Redenüber Dinge, die nicht den Funken eines Feuersteins wert- sind— seine Untersuchungen über abgesetzte Töpfe, Tiegel und Ta-backstopser, die nichts mehr nützen — all' diese Dinge machenmich ungeduldig — ich habe etwas , von Heißsporn in mir,Schwester, das muß ich gestehen "
„Zuviel, nur allzuviel, mein lieber Bruder. In wie vieleGefahren, von denen einige, vergib mir, daß ich cs sage, dirwenig Ehre bringen, hat dich deine absprechende und hitzigeWeise schon gebracht! Laß solche Wolken nicht die Zeit ver-dunkeln, die du in unsrer Nähe jetzt zubringen wirst; laß un-fern alten Wohlthäter den Verwandten sehen, wie er ist: edel,freundlich und lebhaft, aber nicht wild, trotzig und ungestüm."
„Gut," antwortete Capitain M'Jntyre, „ich bin belehrtworden — ich will mich guter Sitten befleißigen! Eurem neuenHausfreunde will ich recht höflich begegnen — ich will michein Bißchen mit diesem Mr. Lovel unterhalten."
Mit diesem Entschlüsse, den er für den Augenblick ganzaufrichtig meinte, ging er zur Gesellschaft, die vor ihnen herwandelte- Die dreifache Predigt war bereits vorüber, undSir Arthur sprach über auswärtige Neuigkeiten, und über die