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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
55
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So muß ich gestehen, daß ich deine Beharrlichkeit fürhoffnungslos halte"

Und warum hoffnungslos, meine kluge Schwester?" fragteCapitain M'Jntyre;Miß Wardour kann, bei den Vermögens-umständcn ihres Vaters, nicht auf Reichthum pochen; undwas ihre Familie betrifft, so denk' ich, M'Jntyre steht ihr da-rin nicht nach."

Aber, Hektar," fuhr seine Schwester fort,Sir Arthurbetrachtet uns immer als Mitglieder der Familie MonkbarnS."

Sir Arthur mag nach Belieben seine Betrachtung haben,"antwortete der Hochländer höhnisch;aber ein Jeder, der ge-sunden Menschenverstand hat, wird der Meinung sein, daß dasWeib ihren Rang vom Gatten erhält, und daß meines VatersStammbaum von fünfzehn tadellosen Ahnen meine Muttergeadelt haben muß, und hätte ste Druckerschwärze in denAdern gehabt "

«Um Gottes willen, Hektar," erwiederte die besorgte Schwe-ster,steh' dich nur vor ein einziger Ausdruck solcher Art,meinem Oheim durch einen böswilligen oder eigennützigen Lau-scher hintcrbracht, würde dir seine Gunst für immer entziehenund du dürftest nie hoffen, sein Vermögen zu erben."

Mag es sein," antwortete der unbedachte junge Mann;mein Beruf ist ein solcher, daß die Welt nie ohne ihn bestehenkonnte, und ihn für das nächste halbe Jahrhundert gewiß am we-nigsten wird entbehren können; mein guter alter Oheim mag seinhübsches Vermögen und seinen plebejischen Namen an dein Schür-zenband binden, wenn er Lust hat, Mary, und du magst diesen sei-nen neuen Liebling heirathen, wenn du willst, und ihr mögt beidemiteinander ruhig, friedlich und häuslich leben, wenn es der Him-mel will. Mein Plan ist fertig ich will keinem Manne einer Erb-schaft wegen schmeicheln, die durch die Geburt mein sein sollte."