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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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aus Erfahrung (denn die meisten Landlcuie des Harzes sindKenner der Mineralien) sogleich für reines Gold erkannten.

Ihre Freude ward ein wenig niedergeschlagen, als sie vonMartin hörten, auf welche Weise er zu dem Schatze gekommenwar, und da sie selbst die nächtliche Erscheinung gesehen hatten,so mußten sie seinem Berichte vollen Glauben beimefsen. Sievermochten jedoch nicht der Versuchung zu widerstehn, denRcichthum mit dem Bruder zu theilen. Martin Waldeck, dersich nun au die Spitze der Familie stellte, kaufte Felder undWälder, baute ein Schloß, erhielt einen Adelöbrief und ward,zum großen Aergcr der Altadeligen in der Nachbarschaft, mitallen Vorrechten eines Mannes von vornehmer Herkunft aus-gestattet. Sein Muth im Kriege und in Privatfehdcn so wiedie Menge der Söldner, die er unterhielt, schützten ihn einigeZeit gegen den Haß, der durch seine plötzliche Erhöhung undsein anmaßendes Betragen entstanden war.

An Martin's Beispiele, wie an so vielen andern, zeigte essich nun, wie wenig die Sterblichen voraussehen können, welcheWirkung ein plötzliches Glück auf ihren Charakter haben werde.Die Übeln Neigungen, die ihm eigen waren, die aber seineArmuth unterdrückt und gebändigt hatte, reiften nun und tru-gen ihre schlimme Frucht unter dem Einflüsse der Versuchung,und der Mittel, jener nachzugeben. Wie das Meer dem Meerezuruft, so weckte eine schlechte Leidenschaft die andere; derTeufel der Habsucht rief den des Hochmuths hervor, und derHochmuth ward durch Grausamkeit und Gewaltthat unterstützt.Waldeck'ü Charakter, von jeher muthig und kühn, aber durchden Reichthum hart und anmaßend geworden, machte ihn baldverhaßt, und zwar nicht allein bei den Edelleuten, sondernauch bei den nieder« Ständen, welche mit doppeltem Miß-fallen zusahen, wie die tprannischen Vorrechte des Reichsadels