39
welche kaum noch in Rauch und Flammen gehüllt erschienenwaren, zeigten sich feucht vom Nachtthau.
Georg kihrte bebend nach seiner Hütte zurück, und ausgleichen Gründen wie sein älterer Bruder beschloß er, nichtsvon dem Geschehenen zu sagen, damit bei Georg nicht derkecke Vorwitz rege werden möchte, den er fast gleichbedeutendmit Gottlosigkeit hielt.
Nun war die Reihe zum Wachen an Martin. Der Haus-hahn hatte den ersten Ruf hören lassen und die Nacht warihrem Ende nah. Als er den Zustand des Meilers untersuchte,worin das Holz zum Verkohlen aufgeschichtct war, wunderteer sich, zu finden, daß das Feuer nicht ordentlich unterhaltenworden sein müsse; denn bei seiner Ercursion uud deren Fol-gen hatte Georg den Hauptzweck vergessen- Martin'S ersterGedanke war, die Schlafenden zu wecken; aber da er bemerkte,daß beide Brüder ungewöhnlich tief und fest schliefen, so ließer ihnen ihre Ruhe und schickte sich an, den Meiler ohne ihreBeihilfe gehörig in Ordnung zu bringe». Was er aber auchschüren mochte, es war offenbar bloßer Qualm und untaug-lich zum Zwecke, denn das Feuer schien eher ganz auszugehen,als gehörig zu glimmen. Martin ging nun, einiges Reißholzvon einem Haufen zu holen, welcher zu diesem Zwecke gesam-melt und sorgfältig trocken aufbewahrt war; als er jedoch zu-rück kam, fand er das Feuer völlig erloschen. Dies war einernstlicher Unfall und drohte, ihr Gewerbe für mehr als einenTag in's Stocken zu bringen. Der geplagte und geärgerteWächter setzte sich hin, um Feuer anzuschlagen und den Mei-ler wieder anzuzündcn; aber der Zunder war feucht und seineMühe war also auch in dieser Hinsicht fruchtlos. Er war nunim Begriff, seine Brüder zu wecken, denn die Umstände schie-nen dringend; da leuchtete plötzlich eine Helle Gluth nicht