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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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Bruder- Er entschloß sich, dieses Wunder genauer zu unter-suchen; er überschritt daher den Bach, welcher durch denThalgrnnd floß, kletterte am gegenüberliegenden Abhang em-por und näherte sich bis auf eines Pfeilschusses Weite demFeuer, welches offenbar mit derselben Heftigkeit brannte undleuchtete, als beim ersten Anblick.

Die Gestalten, die cs umringten, glichen den Phantomendie man in wüsten Träumen sieht, und bestärkten ihn in dergleich anfangs gefaßten Meinung, daß sie nicht der Menschheitangehörten- Unter diesen seltsamen überirdischen Figuren unter-schied Georg Waldcck die eines mit Haaren überwachsenenRiesen, der eine entwurzelte Fichte in der Hand trug, womiter das Feuer zu schüren schien; er trug keine weitere Klei-dung, als einen Kranz von Eichenlaub um Stirn und Lenden-Georg's Muth sank, als er in ihm die wohlbekannte Erscheinungdes Harzgeistes erkannte, wie ihm dieser oft von alten Schä-fern und Jägern beschrieben worden war, die seine Gestalthatten über die Berge schreiten sehen. Er wandte sich um undwar im Begriff zu fliehen; aber er besann sich, tadelte seineeigne Feigheit und sprach im Stillen den Vers des Psalmisten:alle gute Geister loben den Herrn!" welcher in dieser Gegendfür so mächtig als eine Beschwörungsformel gilt; damit wandteer sich noch einmal nach dem Feuer um- Aber da war nichtsmehr zu sehen.

Nur der bleiche Mond beleuchtete diese Seite des ThaleS;als Georg mit bebenden Schritten, feuchter Stirn und unterder Mütze emporsträubendem Haar an den Ort kam, wo dasFeuer kaum noch sichtbar gewesen war, und den eine großeEiche bezeichnete, da fand er auf dem Rasen nicht die leisesteSpur von dem, was er gesehen. Das Moos und die wildenBlumen waren unversengt und die Zweige des Eichbaums,