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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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beim Brocken gelegen. Sie lösten ihre Schwester von dem Ge-schäft ab, auf das verkohlende Holz Achtung zu geben, welches be-ständige Aufmerksamkeit erfordert, und theilten sich selbst in dasAmt, es während der Nacht abzuwarten, wie sie es gewohntwaren, indem stets einer wachte, während seine Brüder schliefen.

Mar Waldeck, der älteste, wachte während der zwei erstenStunden der Nacht und fühlte sich sehr beunruhigt, als er amentgegengesetzten Rande des Thales ein großes Feuer bemerkte,welches von einigen Gestalten umringt war, die mit seltsamenGeberden einen Tanz darum aufführten. Mar war zuerst Wil-lens seine Brüder zu wecken; aber indem er sich an den tollkühnenCharakter des jüngsten erinnerte und cs unmöglich fand, den an-dern zu wecken, ohne zugleich Martin aus dem Schlafe zu stören da er überhaupt meinte, das Gesicht sei gewiß ein Trugbilddes Geistes, vielleicht in Folge der frevelhaften Ausdrücke Mar-tin'S vom vorigen Abend gesendet, so hielt er es für's beste, seineZuflucht zu den Gebeten zu nehmen, die er auswendig wußte,und mit großem Schrecken und Entsetzen die seltsame und beun-ruhigende Erscheinung zu beobachten. Nachdem es eine Zeitlanggeleuchtet, verschwand das Feuer endlich in der Dunkelheit, undder Nest von Marens Nachtwache ward nur noch durch die Er-innerung an das erlebte Schrcckniß beunruhigt.

Georg nahm nun Marens Stelle ein, welcher sich zur Ruhebegeben hatte. Die Erscheinung eines großen flammendenFeuers auf dem gegenüberliegenden Rande des Thals, zeigtesich wieder dem Auge des Wächters. Es war, wie vorher, vonGestalten umringt, welche, durch ihre schattigen Umriffe deut-lich sichtbar, da sie zwischen der rothen Gluth und dem Zu-schauer waren, sich bewegten und im Kreise tanzten, als wärensie mit einer geheimnißvollen Ceremonie beschäftigt. Georg,obwohl eben so vorsichtig, war doch kühner als sein älterer