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9 (1851) Der Alterthümler
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von solcher Thorheit," sagte er:der Geist ist ein guter Geist;er lebt unter uns, als war' er ein Bauer, wie Unsereiner;er besucht die einsamen Klippen und Abgründe der Berge wieein Jäger oder Ziegenhirt, und er, der den Harzwald undseine Wildniß liebt, kann gegen das Schicksal der Söhne diesesBodens nicht gleichgiltig sein. Aber wenn der Geist so bos-haft wäre, wie ihr ihn machen wollt, wie könnte er Machtüber Sterbliche deswegen erhalten, die seine Geschenke nurannehmen, ohne sich damit zugleich seinem Willen zu unter-werfen? Wenn ihr eure Kohlen zum Schmelzofen bringt, istdann das Geld, das euch der zankende BläS, der alte böseJnspector, gibt, nicht eben so gut, als ob ihr's vom Pfarrerselbst bekämt? Es sind dann nicht des Geistes Geschenke, dieeuch in Gefahr bringen, sondern der Gebrauch ist'S, den ihrdavon macht, welchem ihr alle Schuld beimessen mußt. Undsollte mir der Geist in diesem Augenblick erscheinen und mireine Gold- oder Silberader zeigen, so wollt' ich gleich Handanlegen, eh' er noch den Rücken wendete, und wollte denken,du stehst unter dem Schutze dessen, der weit größer ist als er, während ich einen guten Gebrauch von dem mir gezeigtenReichthum machen würde."

Darauf erwiedcrte der älteste Bruder, unrecht Gut gedeiheschwerlich; Martin aber erklärte keck, der Besitz aller Schätzedes Harzes würde in seinen Gewohnheiten, Sitten und Cha-rakter nicht die geringste Aenderung Hervorbringen können.

Sein Bruder bat Martin beständig, weniger verwegen vondieser Sache zu reden, und mit einiger Mühe gelang es ihm,seine Aufmerksamkeit davon abzulenken, indem er das Gesprächauf eine nahe bevorstehende Eberjagd brachte. Mit dieser Unter-redung kamen sie zu ihrer Hütte, einer elenden Wohnung, zurSeite eines wilden, engen und romantischen Thals tief unten