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„Ist denn kein Brief für Jenny Caxon gekommen?" forschtedie Priesterin der Gekröse und Schweinskeulcn — „der Leut-nant ist doch schon seit drei Wochen fort."
„Einer kam gerade am Dienstag vor acht Tagen," ant-wortete die Dame der Briefe.
„War's ein Brief zur See?" fragte die Bäckerin.
„Ei freilich."
„Dann wird er wohl vom Leutnant gewesen sein," ant-wortete die Beherrscherin der Semmelbank, ein wenig miß-muthig — „ich Hätte nimmer gedacht, daß er sich noch umsie bekümmern würde."
„Ach! da ist ein zweiter!" rief Mrs. Mailsetter. „EinBrief vom Schiff — Postzeichen Sunderland." — Alle stürz-ten herzu, um ihn an sich zu reißen. — „Nein, nein, meineDamen," sagte Mrs. Mailsetter, abwehrend; „ich habe Unge-legenheit genug gehabt — wißt ihr wohl, daß Mr- Mailsettervom Postsecretär in Edinburg eine tüchtige Nase bekommenhat, weil Beschwerde geführt worden war wegen des Briefsvon Aily Bisset, den Sie ausgemacht hatten, Mrs- Kleinbrod?"
„Ich ihn aufgemacht!" antwortete die Gattin des erstenBäckers in Fairport; »Sie wissen doch, Frau Postmeisterin,daß er mir ganz von selbst in der Hand aufging —was könnt'ich dafür? — die Leute sollten bessern Siegellack nehmen!"
„Freilich ist das wohl wahr," sagte Mrs. Mailsetter, dieeinen Kramladen hatte, „und wir haben selbst welchen erhal-ten, der sehr zu empfehlen ist, wenn ihr etwa hört, daß Je-mand dergleichen braucht. Aber kurz und gut, wir werdendie Stelle gewiß verlieren, wenn noch einmal Beschwerdender Art Vorkommen."
„Ach, meine Liebe, da wird der Bürgermeister schon sorgen."
„Nein, nein; ich will mich weder auf den Bürgermeister