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noch auf den Stadtschreiber verlassen," sagte die Postmeisterin,— „aber ich will ja gern gefällig und nachbarlich sein, undich habe gar nichts dawider, wenn man die Außenseite derBriefe besieht — hier, das Siegel hat einen Anker. Er hatihn gewiß mit einem seiner Knöpfe geflegelt."
„Zeigen Sie! zeigen Sie!" riefen die Weiber des erstenBäckers und ersten Fleischers; und so rissen sie den vermein-ten Liebesbrief hin und her, wie die Zauberschwestern in Mac-beth den Diebs-Daumen, und zwar mit einer Neugier, dieeben so eifrig und kaum weniger boshaft war. Mrs. Kno-chenhauer war ein großes Weib, sie hielt den kostbaren Briefzwischen ihren Augen und dem Fenster empor. Mrs. Klein-brod, eine kleine unbeholfene Person, strebte und stand aufden Zehen, um ihr Theil an der Untersuchung zu haben.
„Ja, er ist von ihm, ganz gewiß," sagte des Fleischers Ge-mahlin, — „ich kann in der Ecke hier Richard Taffril lesen,und er ist, wie John Thomson's Schreibtafel, von oben bisunten vollgeschrieben."
„Halten Sie's doch niedriger, Madam," rief Mrs. Klein-brod in einem Tone, der lauter als das vorsichtige Flüsternwar, welches diese Beschäftigung verlangte. „Halten Sieniedriger — meinen Sie denn, es kann Niemand lesen undschreiben, als Sie allein?"
„Still, still, um Gottes willen!" sagte Mrs. Mailsetter,„'s ist Jemand im Laden." — Darauf rief sle laut: „Siehdoch nach den Kunden, Baby!" —Baby antwortete von drau-ßen mit gellender Stimme: „'s ist weiter Niemand, als JennyCaxon, Frau Postmeisterin, sie will sehn, ob vielleicht-Briefefür sie da sind."
„Sag' ihr," erwiederte die treue Postmeisterin, ihren Ge-fährtinnen einen Wink gebend, „fle solle morgen zehn Uhr