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9 (1851) Der Alterthümler
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noch auf den Stadtschreiber verlassen," sagte die Postmeisterin,aber ich will ja gern gefällig und nachbarlich sein, undich habe gar nichts dawider, wenn man die Außenseite derBriefe besieht hier, das Siegel hat einen Anker. Er hatihn gewiß mit einem seiner Knöpfe geflegelt."

Zeigen Sie! zeigen Sie!" riefen die Weiber des erstenBäckers und ersten Fleischers; und so rissen sie den vermein-ten Liebesbrief hin und her, wie die Zauberschwestern in Mac-beth den Diebs-Daumen, und zwar mit einer Neugier, dieeben so eifrig und kaum weniger boshaft war. Mrs. Kno-chenhauer war ein großes Weib, sie hielt den kostbaren Briefzwischen ihren Augen und dem Fenster empor. Mrs. Klein-brod, eine kleine unbeholfene Person, strebte und stand aufden Zehen, um ihr Theil an der Untersuchung zu haben.

Ja, er ist von ihm, ganz gewiß," sagte des Fleischers Ge-mahlin,ich kann in der Ecke hier Richard Taffril lesen,und er ist, wie John Thomson's Schreibtafel, von oben bisunten vollgeschrieben."

Halten Sie's doch niedriger, Madam," rief Mrs. Klein-brod in einem Tone, der lauter als das vorsichtige Flüsternwar, welches diese Beschäftigung verlangte.Halten Sieniedriger meinen Sie denn, es kann Niemand lesen undschreiben, als Sie allein?"

Still, still, um Gottes willen!" sagte Mrs. Mailsetter,'s ist Jemand im Laden." Darauf rief sle laut:Siehdoch nach den Kunden, Baby!"Baby antwortete von drau-ßen mit gellender Stimme:'s ist weiter Niemand, als JennyCaxon, Frau Postmeisterin, sie will sehn, ob vielleicht-Briefefür sie da sind."

Sag' ihr," erwiederte die treue Postmeisterin, ihren Ge-fährtinnen einen Wink gebend,fle solle morgen zehn Uhr