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Fünfzehntes Kapitel.
„Dieser Brief ist eisigst, eiligst, eiligst, zu bestelle»!
Reite, Kerl, reite, als galt' es dein Leben, dein Leben!"
Alte Inschrift auf wichtige Briefe.
Indem wir Mr. Oldbuck und seinen Freund die theuer er-kauften Fische genießen lassen, bitten wir, den Leser nach demZimmer des Postmeisters in Fairpord versehen zu dürfen, woseine Frau, da er selber gerade abwesend war, sich mit einerMusterung der von Edinburg zur Bestellung cingegangcnenBriefe beschäftigte. Dies ist häufig in Landstädtchen diejenigeZeit des Tages, wo die Gevatterinnen es vorzüglich angenehmfinden, den Postmeister oder die Postmeisterin zu besuchen, umvon der Außenseite der Briefe, oder, wofern dies nicht erlo-gen ist, auch gelegentlich von der Jnseite, eine unterhaltendeNachricht zu erhaschen oder Vermuthungen über die Correspon-denz und die Angelegenheiten ihrer Nachbarn anzustellen. ZweiFrauen dieser Art waren, zu der angegebenen Zeit, bei Mrs.Mailsetter, um dieser bei Ausübung ihrer Amtspflicht förder-lich oder hinderlich zu sein.
„Ach, der Herr steh' uns bei," sagte des Fleischers Frau,„da sind zehn— elf —zwölf Briefe an Tennant et Comp-! dieseLeute machen mehr Geschäfte, als die ganze übrige Stadt."
, „Ei, weist doch her," antwortete des Bäckers Gemahlin,„da sind zwei unter Kreuzcouvert, und sorgfältig versiegelt —da stecken ohne Zweifel protestirte Wechsel drin."