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9 (1851) Der Alterthümler
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Aha!" crwiederte Oldbuck schlau, ich sauge an, ihreAnwendung des Wahlspruchs meines Ahnherrn zu verstehen Sie bewerben sich um die öffentliche Gunst, obwohl nichtans die Weise, wie ich anfangs vermuthete, Sie wünschenals literarischer Charakter zu glänzen und hoffen, durch Ar-beit und Beharrlichkeit Gunst zu erwerben?"

Level, der sich durch die Forschungen des alten Herrn et-was belästigt fühlte, hielt es für's Beste, ihn in dem Jrrthumzu lassen, in den er zufällig gerathcn war.

Ich bin zuweilen thöricht genug gewesen," sagte er,Ge-danken dieser Art zu nähren "

O, armer Mann! nichts kann trauriger sein; außer, Siehätten sich, wie junge Männer zuweilen thnn, in ein unnützesWeibsstück verliebt, was allerdings, wie Shakspeare sehr rich-tig sagt, aus einmal zu Tode gedrückt, gehängt, gepeitschtwerden heißt."

Er setzte seine Fragen nun fort, war jedoch öfters artig ge-nug, sie selber zu beantworten. Denn der gute alte Herr hattebei seinen antiquarischen Forschungen die Gewohnheit liebgewon-nen, aufVoranssetznngen, die oft gar keinen genügenden Grunddazu hergeben konnten, große Gebäude aufzuführcn; und da er,wie der Leser bemerkt haben muß, ziemlich rechthaberisch war, soließ er sich nicht gern, weder in Thatsachen noch in Ansichten,zurechtweisen, auch nicht einmal von denen, welche bei dem, waser behauptete, vorzüglich betheiligt waren. So begann er nunauch, Lovcl seine literarische Laufbahn vorzuzeichnen.

Und womit gedenken Sie als Gelehrter zuerst anfzutreten?aber ich errathe Poesie Poesie die holde Verführerin derJugend ist's! Ja! eine bescheidene Verwirrung in Ihrem Blickund Benehmen sagt mir, daß ich recht habe. Und wohin neigt sichIhre poetische Ader? Wollen Sie die höher» Regionen des Par-