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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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ich sähe Ihren Ahnherrn vor mir, der mir einen Wahlsprnchzeigte, welcher mich zur Beharrlichkeit ermuthigte? Warumkönnte ich an jene Worte gedacht haben, die ich vorher nie-mals hörte, die einer mir fremden Sprache angehörcn, unddie mir gleichwohl, als sie überseht wurden, eine Lehre gaben,die so klar auf meine eignen Umstände anwendbar ist?"

Der Antiquar brach in ei» lautes Lachen aus.Entschul-digen Sic, mein junger Freund, aber wir närrischen Sterbli-chen täuschen uns nun einmal selbst, und schauen nach Beweg-gründen außer uns umher, die doch nur in uuscrm eigenenWillen entspringen. Ich denke Ihnen den Grund des Traum-bildes Nachweisen zu können. Sie waren gestern nach demEssen so in Ihren Betrachtungen versunken, daß Sie dem Ge-spräch zwischen Sir Arthur und mir wenig Aufmerksamkeitschenkten, bis wir wegen der Piken in Streit geriethen, wel-cher dann so kurz abgebrochen wurde- Ich erinnere mich je-doch, Sir Arthur ein von meinem Ahnherrn gedrucktes Buchgezeigt und auf das Motto aufmerksam gemacht zu haben;ihr Geist war mit andern Dingen beschäftigt, aber mechanischvernahm und behielt Ihr Ohr die Worte, und Ihre geschäf-tige Phantasie, durch Grizzel's Geschichten aufgeregt, hat dannwahrscheinlich den deutschen Spruch in Ihren Traum verwebt.Wenn aber die wache Weisheit von einem so thörichten Um-stand die Rechtfertigung des Beharrens auf einem Pfade her-leitet, für dessen Entschuldigung sic keinen bessern Grund fin-den konnte, so ist dies nur eine jener Narrenspvsscn, welcheauch die Weisesten unter uns dann und wann spielen, umunsre Neigungen auf Kosten nnsers Verstandes zu befriedigen."

»Ich gcb' es zu," sagte Lovel tief erröthend,ich glaube,Sie haben Recht, Mr. Oldbuck, und ich werde in Ihrer Ach-tung sinken, daß ich auch nur einen Augenblick Gewicht auf