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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
116
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war aber oft schon bei hoher Fluth hier gewesen, nur nochnie, wie er gestand,in einer so grausigen Nacht wie diese."

Es war in der That ein fürchterlicher Abend. Das Ge-heul des Sturmes vermischte sich mit dem Geschrei der See-vögel und tönte wie der Grabgesang der drei Opfer, welche,zwischen zwei der prächtigsten, aber auch schrecklichsten Schau-spiele der Natur: einer tobenden Fluth und einem unüber-steiglichen Vorgebirg auf ihrem mühsamen und gefährli-chen Pfade dahin eilten, oft vom Schaum einer Riesenwelledurchnäßt, die sich höher am Strande brach, als alle früher».Jede Minute gewann ihnen ihr Feind mehr Raum ab! abernoch immer hefteten sie, um die letzte Hoffnung des Lebensnicht schwinden zu lassen, ihre Blicke auf den schwarzen Fels,den Ochiltrec bezeichnet hatte. Noch war er deutlich sichtbarzwischen der Brandung, und blieb es auch, bis ihr zweifel-hafter Pfad eine Wendung machte, wo ein Felsenvorsprungjenen vor ihrem Auge verbarg. Des Anblicks dieser Warteberaubt, welcher sie noch getröstet hatte, hatten sie nun mitdoppelter Todesangst zu kämpfen. Jndeß strauchelten sie nochvorwärtsals sie aber auf dem Punkte ankameu, von wo siejenen Fels^hätten sehen sollen, war er nicht mehr sichtbar.Dieses Signal der Rettung war nun unter den tausendweißen Wogen verloren, die, gegen die Spitze des Vorgebir-ges schlagend, sich in ungeheuren schneeigen Schaumbergenerhoben, so hoch, wie der Mast eines großen Kriegsschiffes,und sich an der dunkeln Stirn der Fclsenwand brachen.

Jetzt verlor der alte Mann die Fassung. Isabelle Meßeinen schwachen Schrei aus, und dasGott sei uns gnädig!"was ihr Führer feierlich ausrief, ward kläglich von Sir Ar-thur wiederholtMein Kind! mein Kind! eines solchenTodes z» sterben!"