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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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kmig, aber ohne daß beide durch diesen Umstand beunruhigtworden wären. Die große Scheibe der Sonne stand noch überdem Rande des Meeres und vergoldete die anfgcthürmte Wol-kenmasse, durch welche sie den Tag über hingezogen war unddie sich nun auf allen Seiten ansammelte, wie Mißgeschick undUnstern ein wankendes Reich und den sinkenden Fürsten um-ringen. Aber noch immer gab ihr sterbender Glanz der dich-ten Masse von Dünsten eine düstere Pracht, indem er aus ihremgestaltlosen Dunkel Pyramiden und Thürme bildete, von deneneinige mit Gold, einige mit Purpur und andere mit einer dun-kelrothen Farbe überzogen waren. Die weite See, unter die-sem bunten und vielgestaltigen Wolkenhimmcl ausgebreitet,ruhte in fast unheimlicher Stille, und warf die blitzendenStrahlen des sinkenden Lichtkörpers zurück, so wie die glän-zenden Farben der Wolken, unter denen er niederzog. Näher demGestade kräuselte die Fluth in funkelnden Silberwellen heran, dieunmerklich, aber um so schneller, auf dem Sande höher stiegen.

Mit einem Gemüth, welches voll Bewunderung der roman-tischen Scene, oder vielleicht auch von unruhiger» Gedankenbeschäftigt war, ging Miß Wardour schweigend an der Seiteihres Vaters, dessen von neuem beleidigte Würde kein Ge-spräch duldete. Immer den Krümmungen des Gestades fol-gend, kamen sie an einer vorragenden Klippe oder Felsenspitzenach der andern vorüber, und befanden sich nun unter einerhohen ununterbrochenen Felsenwand, durch welche diese eisen-feste Küste an mehreren Stellen geschützt ist. Lang hervor-springende Felsenriffe, die sich unterm Wasser Hinstrecken undihr Dasein nur durch einzelne ganz nackte Spitzen anzeigen,oder auch durch die Brandung, welche über diese theilweisverdeckten Klippen schäumt, machten die Knockwinnockbai allenPiloten und Schiffern furchtbar. Die Klippen, die sich zwi-