Tage nicht, welche, sobald man Lust dazu hat, erlaubt, einePerson, mit welcher man eine Woche lang umging, in demAugenblicke nicht mehr zu kennen, wo man fühlt oder glaubt,man befinde sich in einer Lage, welche die Bekanntschaft zueiner unangenehmen macht. Sir Arthur sorgte nur dafür,daß ein kleiner zerlumpter Knabe, der einen Penny zur Be-lohnung erhielt, dem Kutscher entgcgenlaufen sollte, um dieEquipage nach Knockwtunock zurückkehren zu lassen.
Als dies in Ordnung gebracht und der Bote abgefertigt war,verließen der Ritter und seine Tochter die Landstraße undfolgten einem Pfade, der sich zwischen sandigen Hügeln hin-wand, zum Theil mit Haidckraut und langem Riedgras be-wachsen; so erreichten sie bald das Gestade des Meeres. DieFluth war keineswegs so weit entfernt, als sie vermuthethatten; aber dies beunruhigte sie nicht, denn es waren höch-stens zehn Tage im Jahre, wo sie so hoch stieg, daß sie nichteinen trockenen Fußpfad neben den Klippen ließ. Trotzdemaber war zur Zeit, wo hohe Fluth cintrat, oder auch wohl,wenn die gewöhnliche Fluth durch starken Wind beschleunigtwurde, dieser Weg gänzlich von der See bedeckt; und dieSage erzählte von verschiedenen Unglücksfällen, welche sichLei solcher Gelegenheit ereignet hatten- Doch betrachtete mansolche Gefahren immer als fern und unwahrscheinlich; siedienten mehr, wie andre Sagen, zur Unterhaltung am war-men Herde, als um Jemand vor dem Strandwege zwischenKnockwinnock und Monkbarns zu warnen.
Während Sir Arthur und Miß Wabdour dahin wandelten,sich des angenehmen Ganges freuend, den der kühle, feuchteund feste Sand gewährte, konnte Miß Wardour doch nicht umhinzu bemerken, daß die letzte Fluth bedeutend über das gewöhnlicheWasserzeichen gestiegen sei. Sir Arthur machte dieselbe Bcmer-