scheu dem Strand und dem festen Lande wohl zwei- oder drei-hundert Fuß hoch erhoben, gewährten in ihren Spalten zahl-losen Secvögeln Schutz, und zwar an Stellen, die durch ihreschwindelerregende Höhe vor der Raubgier der Menschen sicherschienen. Viele dieser wilden Bewohner zogen nun, mit demInstinkt, der sie vor einem ausbrechendcn Sturme das Landsuchen läßt, mit kreischendem, mißtönendem Geschrei, welchesUnruhe und Furcht verkündigt, nach ihren Nestern. Die Son-uenscheibe wurde fast ganz verfinstert, eh' sie noch am Hori-zonte versunken war, und ein früher, düsterer Schatten um-fing die heitere Dämmerung eines Sommerabends. Der Windbegann sich nun auch zu erheben; aber sein wildes, wehkla-gendes Brausen ward lange gehört und seine Wirkungenwaren schon auf der Meeresfläche sichtbar, ehe man noch amStrande seinen Hauch fühlte. Die Wassermaffe, jetzt dunkelund drohend, begann sich in höhern Wogen zu heben und inliefern Einschnitten zu senken, indem sie Wellen bildete, welcheschäumend an den Klippen zerstoben oder sich mit donnerähn-lichem Getöse am Strande brachen.
Erschreckt durch diese plötzliche Veränderung des Wetters,schmiegte sich Miß Wardour dicht an ihren Vater und hieltseinen Arm fest- „Ich wollte," sagte sie endlich flüsternd, alsschämte sie sich, ihre steigende Besorgniß laut werden zu las-sen, „ich wollte, wir wären auf der Straße geblieben oderhätten den Wagen in Monkbarns erwartet."
Sir Arthur schaute umher, sah aber kein Zeichen einesnahbevorstehenden Sturms, oder wollte wenigstens keines se-hen. Sie würden, sagte er, Knockwinnock lange vor demausbrechenden Unwetter erreichen. Aber die Hast, mit welcherrr weiterging, und mit der Jsabella kaum Schritt halten konnte,