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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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ketten darüber, wie ich zn Tische rufen lassen soll. Handtrom-meln sgongsj, wie man sie jetzt anwendct, scheinen mir eine neue,nichtige und überdies heidnische Erfindung, und die Stimme ei-nes Weibes verwerfe ich als zn gellend und übeltönend; darumhabe ich, im Gegensatz zn besagtem Mohammed oderMahomet,die Glocke eingcführt. Sie war übrigens dem Orte eigenthüm-lich, denn sie riefdie Mönche in's Refectorium, und überdies hatsse den Vorzug vor dcrZunge des Premierministers meiner Schwe-ster,der Jenny,daß ste,obwohlnichtganzso laut und gellend, dochim Augenblick schweigt, sobald man den Strang loslaßt; hingegenwissen mir aus trauriger Erfahrung, daß ein Versuch, Jenny znmSchweigen zu bringen, blos die Miß Oldbuck und Mary M'Jn-tyre veranlaßt, im Chorus mit einzustimmcu."

Während dieser Rede ging er nach dem Speisezimmer vor-an, welches Lvvel noch nicht gesehn hatte; es war getäfelt undenthielt einige merkwürdige Gemälde. Jenny wartete bei derTafel auf. Eine alte Oberaufseherin aber, eine Art Kellnerin,stand am Schenktische und unterzog sich der Bürde, einigestrenge Vorwürfe Oldbuck's und einige Andeutungen seinerSchwester hinzunehmen, die zwar nicht so derb, aber nichtweniger schneidend waren.

Das Mahl war ganz so, wie es sich für einen Alterthums-forscher von Fach paßte und bot manche schmackhafte schottischeGerichte, welche freilich auf dem Tische modischer Leute außerGebrauch gekommen sind. Hier fand sich die köstliche Solans-gans, deren Duft so kräftig ist, daß man sie nie im Hause kocht.Bei gegenwärtiger Gelegenheit war sie noch halbroh, so daßOldbuck drohte, er werde die fette Seegaus der nachlässigenHausverwalterin, welche als Priesterin das duftende Opfer hcr-reichte, an den Kopf werfen. Zum Glück war ihr das Allerleitrefflich gerathen, welches man einstimmig als unnachahmlich