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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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Knabe, Tam Rintherout, den ich auf meiner weisen SchwesterAntrieb mit gleicher Weisheit zur Probe annahm warumstahl er Aepfel, warum nahm er Vogelnester aus, warumzerbrach er Gläser und warum entwandte er zuletzt meineBrille doch nur, weil er den edlen Eifer in sich fühlte,welcher die Brust des Mannes hebt, welcher ihn nach Flan-dern mit einer Muskete auf der Schulter führte, und ihm sicher-lich noch -zu einer ruhmvollen Sergeantenstclle, oder vielleichtgar zu dem Galgen verhilft? Und warum bewegt sich jenesMädchen, seine Schwester, Jenny Rintherout, in demselbenBerufe mit sicherem, geräuschlosem Schritte beschuht undunbeschuht, sanft und leise wie eine Katze und gelehrig wieein Spürhund? Warum? nur weil sie an ihrer gebührendenStelle ist. Sie mögen uns bedienen, Sir Arthur, sie mö-gen uns bedienen, sag' ich, das ist das Einzige, wozu sietaugen. Alle alten Gesetzgeber, von Lycurgus bis auf Ma-hommed, fälschlich Mahvmet genannt, stimmen darin überein,daß sie den Weibern ihren eigentlichen untergeordneten Ranganweisen, und nur die verrückten Köpfe unsrer alten ritter-lichen Vorfahren sind es, welche ihre Dulcineen zu despoti-schen Prinzessinnen erhoben."

Miß Wardour prvtestirte laut gegen diese ungalante Lehre;aber jetzt erscholl die Glocke zum Essen.

Lassen Sie mich all' die Pflichten der Höflichkeit gegen eineso schöne Gegnerin üben," sagte der alte Herr, ihr den Armbietend.Ich besinne mich, Miß Wardour, daß Mahommed(gemeinhin Mahomet gesprochen,) seine Bedenklichkeiten überdie Art hatte, wie er seine Moslemin zum Gebet rufen solle.Er verwarfGlocken, weil sich die Christen ihrer bedienten, Trom-peten, weil sie von den Gebern gebraucht wurden, und am Endewählte er die menschliche Stimme. Ich habe gleiche Bedenklich-Alterthümler. I. S

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