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9 (1851) Der Alterthümler
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zogen, den Wein in ein Gefäß von gehöriger Größe geschlit-tet, und indem er erklärte, daß er das ganze Zimmer durchdufte,überließ er ihn nun seinen Gästen, um ihr Bestes dabei zn thun.

Mackitchinson's Wein war wirklich gut und äußerte seineWirkung auf den Geist des ältern Gastes, welcher einige guteGeschichten erzählte, einige hübsche Späße machte und sich end-lich in ein gelehrtes Gespräch über die alten Dramatiker ver-tiefte; in diesem Fache fand er seinen neuen Bekannten so gutbewandert, daß er endlich auf die Vermuthung kam, derselbehabe diesen Gegenstand seines Berufs wegen studirt.EinReisender, theils in Geschäften, theils zum Vergnügen?Ei, die Bühne begreift beides in sich; die Darsteller haben Mühedabei, aber die Zuschauer finden Vergnügen, oder sollen es we-nigstens finden. In seinem Benehmen und seiner Bildungscheint er höher zu stehen, als die meisten jungen Leute, welchejenen Beruf wählen; aber ich entsinne mich, gehört zu haben,das kleine Theater in Fairport solle mit dem Auftreten einesjungen Herrn eröffnet werden, der hier überhaupt zum erstenMale die Bühne betreten wolle. Wenn es dieser wäre,Level? Lovel? ja Lovel oder Belville sind gerade die Na-men, welche junge Leute bei solchen Gelegenheiten annehmen wahrhaftig, mir thut der junge Mann leid."

Mr.Oldbuck war gewöhnlich sparsam, aber nie einKnickcr;sein erster Gedanke war, für seinen jungen Reisegefährten ei-nen Thcil der hier verursachten Kosten zu bezahlen, welchediesem, so glaubte er, in seiner Lage mehr oder minder drückendsein mußten. Er nahm daher Gelegenheit, in der Stille mitMr. Mackitchinson abzure»nen. Der junge Reisende prote-stirte gegen diese Freigebigkeit und gab endlich nur den Jah-ren und dem würdigen Ansehn des Andern nach.

Der Umstand, daß jeder mit des andern Gesellschaft so