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Andreas behauptete selbst unter seines Gleichen einen be-sonder» Charakter. Er war bereit und willig, Karten oderWürfel zu spielen, sobald irgend Jemand diese Unterhaltungwünschte. Dies war mehr eine Eigenschaft des irländischenumherziehenden Gauners, den man dort Spieler (csrrorv)nennt, als des schottischen Bettlers. Doch versicherte der ver-storbene Doctor Robert Douglas, Pfarrer von Galashiels, denVerfasser, daß Andreas Gemmells, als er diesen das letzte Malsah, ziemlich hoch mit einem Herrn von Vermögen, Rang undGeburt spielte. Um den gebührenden Unterschied des Ran-ges nicht zu verletzen, fand die Partie an einem offenen Fen-ster des Schlosses statt, — der Laird saß im Innern auf einemStuhl und der Bettler saß auf einem Schemel im Hofe; aufdem Fenstersims spielten sie. Der Einsatz war ein beträcht-liches Häufchen Silbergeld. Als der Verfasser seine Verwun-derung darüber zu erkennen gab, bemerkte Dr. Douglas, daßder Laird jedenfalls ein Humorist oder ein Sonderling war;aber gewiß würden, gleich ihm, viele anständige Leute zu jenerZeit es für gar nichts Außerordentliches gehalten haben, eineStunde mit Kartenspiel oder Gespräch in Gesellschaft desAndreas Gemmells hinzubringen.
Dieser sonderbare Bettler hatte gewöhnlich (wenigstensglaubte man so,) so viel Geld bei sich, als unter Straßenräu-bern sein Leben etwa werih sein mochte- Einst begegnete einLandedelmann, der für etwas genau galt, diesem Andreas unddrückte sein Bedauern ans, daß er kein Silbergeld in der Taschehabe, um ihm ein Sechspencestück geben zu können- „Ich kannIhnen eine Banknote wechseln, Laird," erwiedcrte Andreas.
Gleich den meisten, die sich auf die Höhe ihres Gewerbesemporgearbeitet haben, war die neuerliche Verschlechterung,welche die Bettelei erfahren, oft ein Gegenstand für Andreas'