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9 (1851) Der Alterthümler
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Bettler von der beschriebenen Art, welcher vor vielen Jahrenwohl bekannt war, und dessen man sich in den Thälern Gala,Tweed, Ettrick, Narrow und der umliegenden Gegend nocherinnern muß.

Der Verfasser sah in seiner Jugend Andreas häufig undunterhielt sich mit demselben, kann sich jedoch nicht mehr er-innern, ob er zur Klasse der Blauröckc gehörte. Er war einesehr stattliche, alte Figur, hochgewachsc» und mit etwas Mi-litärischem in Benehmen und Sprache. Seine Züge warenklug und hatten viel sarkastischen Ausdruck- Seine Bewegun-gen waren stets so zierlich und graciös, daß es fast schien,als habe er sie studiert; denn bei jeder Gelegenheit hätte ereinem Künstler als Modell dienen können, so ausgezeichnetund charakteristisch waren seine gewöhnlichen Stellungen. An-dreas Gemmels hatte wenig von dem Kauderwälsch seinesStandes; seine Bedürfnisse waren Nahrung und Obdach, undeine Kleinigkeit an Geld, was er stets forderte und als schul-dige Gebühr zu empfangen schien. Er sang ein gutes Lied,erzählte eine hübsche Geschichte, und konnte einen ernstenScherz mit all dem Scharfsinn der Spaßmacher Shakspeare'sanbringen, obwohl er nicht, gleich ihnen, das Kleid der Narr-heit dazu nöthig hatte. Es war eben so sehr Furcht vorAndreas' Satire, als Wohlwollen und Wohlthätigkeitssinn,was ihm die allgemeine gute Aufnahme sicherte, deren er sichüberall erfreute. Wirklich machte stets ein Scherz von An-dreas Gemmells, vorzüglich wenn er auf Kosten einer bedeu-tenden Person entstanden war, überall die Runde, wo manihn kannte, und zwar eben so sicher, als das bon-mot eineshochgestellten Mannes seinen Weg durch die fashionable Weltfindet. Viele seiner guten Witze leben noch in der Erinnerung,findaber meist zu örtlich und persönlich, um hier angeführt zu werden.