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Das Geschlecht der Jockies (nach obiger Beschreibung) istvermuthlich längst in Schottland ausgestorben; aber der er-wähnte alte Bettler mußte, selbst noch zu meiner Zeit, gleichdem Baccoch oder wandernden Krüppel Irlands, seinen Unter-halt durch etwas mehr, als eine Schilderung seiner Trübsaleverdienen. Er mar oft ein schwatzhafter, witziger Kerl, zubeißenden Antworten bereit, und ließ sich durch keine Rücksichtabhalten, seine Fähigkeiten auf diese Weise zu erproben, dennsein geflickter Rock gab ihm das Vorrecht der ehemaligen Hof-narren. Ein gesprächiger, unterhaltender Mann mußte der-jenige nothwendig sein, der als solcher „armer Teufel" beliebtwerden wollte. Burns, der sich an der Unterhaltung ergötzte,die der Verkehr mit solchen Leuten gewährte, scheint mit schwer-mütiger Standhaftigkeit dem möglichen Fall entgegen gesehnzu haben, wo er einst selbst ein Mitglied dieser wanderndenGesellschaft werden könnte. In seinen poetischen Werken wirdoft darauf angespielt, vielleicht um anzudeuten, daß er diesesEnde nicht für ganz unmöglich halte. So sagt er in derschönen Widmung seiner Werke an Gavin Hamilton: —
„Und wenn mir nichts mehr übrig bleibt,
Dann, Dank dem Himmel, kann ich betteln."
In seiner Epistel an Davie, auch einen Poeten, erklärte er,es sei am Ende ihrer Laufbahn —
„Das Letzte dabei, das SchlimmsteDoch eben nichts als betteln."
Und nachdem er bemerkt hat, es wäre
„Zu ruhn in Scheun' und Stall die Nacht,
Wann schwach die Knochen, dünn das Blut,
Gewißlich sehr betrübt;"
zählt der Sänger mit ächt poetischem Feuer den freien Genußder Naturschönheiten auf, welche selbst der Härte und Un-sicherheit eines Bettlerlebens die Wage halten könnten. In