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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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noch warmen Ucberreste eines noch vor Kurzem so liebens-würdigen Wesens war so groß, daß Raleigh genöthigt war,ihn mit Gewalt von dem Orte wegdringen zu lassen, währender selber die Anordnung dessen übernahm, was geschehen sollte.

Beim zweiten Verhör machte Varney kein Geheimniß ausseinem Verbrechen, noch auch aus dem Beweggründe, indemer als Veranlassung zu seiner Offenheit angab, daß, wennauch Vieles von dem, was er bekannte, nur auf Verdachtberuhe, doch dieser Verdacht schon hinreichend sei, ihm Leice-sters Vertrauen zu rauben, und alle kühne Pläne seines Ehr-geizes zu zerstören.Ich bin nicht geboren," sagte er,meinübriges Leben als ein Ausgestoßener Hinzuschleppen, auchwill ich nicht so sterben, daß mein Schicksal dem Pöbel einenFesttag gewähre."

Aus diesen Worten schloß man, daß er Hand an sich le-gen wolle, und beraubte ihn sorgfältig aller Mittel, wodurcher diesen Vorsatz hätte ausführen können. Doch gleich einigenHelden des Alterthums führte er eine kleine Quantität star-ken Giftes bei sich, welches wahrscheinlich der berühmte De-metrius AlaSco zubereitet hatte. Als er dieses in der Nachtzu sich genommen, fand man ihn am Morgen todt in seinemGefängnisse. Auch schien er keine große Todesqual erlittenzu haben, denn seine Züge zeigten noch im Tode den gewöhn-lichen Ausdruck des Sarkasmus, welcher bei seinem Lebenvorherrschend gewesen war.

Das Schicksal des Theilnehmers seiner Schandthat blieblange unbekannt. Cumnor Place war gleich nach dem Mordeunbewohnt; denn die Diener behaupteten, in der Nähe desGemaches, welches man Lady Dudley'S Zimmer nannte, Ge-stöhn, Geschrei und andere übernatürliche Töne zu hören. AlsJeannette bis zu einer bestimmten Zeit keine Nachricht von