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haßt? — Ich möchte mir die Augen ausreißen, weil ich soblind gewesen."
Jetzt wagte Burleig- vorzutreten.
„Gnädigste Frau," sagte er, „bedenkt, daß Ihr Königin
— Königin von England — Mutter Eures Volkes seid. GebtEuch nicht diesem wilden Sturme der Leidenschaft Preis."
Elisabeth wendete sich zu ihm, während eine Thräne inihrem stolzen und zornigen Auge funkelte. „Burleigh," sagtesie, „Du bist ein Staatsmann — Du kannst nicht zur Hälftedie Verachtung — nicht zur Hälfte das Elend begreifen,welches dieser Mensch über mich ausgegossen hat."
Mit der äußersten Vorsicht — mit der tiefsten Ehrfurchtergriff Burleigh in dem Augenblicke ihre Hand, wo ihr Herzam vollsten war, und führte sie in eine Fenstervertiefung.
„Gnädigste Frau," sagte er, „ich bin ein Staatsmann, aberich bin auch zugleich ein Mann — ein Mann, — der bereitsalt geworden ist in Eurem Staatsrath, und der keinen andernWunsch auf Erden hat, noch haben kann, als Euren Ruhmund Euer Gluck — ich bitte, faßt Euch."
„Ach, Burleigh!" sagte Elisabeth, „Du weißt nicht —"hier rollten Thränen über ihre Wangen.
„Ich weiß, vcrehrteste Fürstin. O! hütet Euch, Anderezur Vermuthung dessen zu führen, was sie nicht wissen!"
„Ha!" rief Elisabeth, plötzlich wie bei einem ncuenGedankenverweilend. „Burleigh, Du hast Recht — Du hast Recht — Alles,nur keine Schande — Alles, nur kein Bekenntniß der Schwäche
— Alles lieber, als getäuscht und verachtet zu erscheinen.Tod und Hölle! der bloße Gedanke ist Wahnsinn!"
„Seid nur Ihr selber, meine Königin," sagte Burleigh,„und erhebt Euch hoch über eine Schwäche, deren kein Eng-länder je seine Elisabeth für fähig -alten könnte, wenn nicht