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Armen und auf den Boden gerichteten Blicken, still und be-wegungslos, wie ein Bild auf einem Grabmal- Neben ihmstand Lord Shrewsbury, damals Marschall von England, derseinen Amtsstab in der Hand hielt — das Schwert des Gra-fen war abgeschnallt und lag vor ihm auf dem Boden.
„Wie, Herr!" sagte die Königin, indem sie auf Trcssi-lian zuging, und in der Weise Heinrichs des Achten auf denBoden stampfte — „Ihr wußtet um diese schöne Geschichte?— Ihr seid mitschuldig an dieser Täuschung, die man gegenUnS angewendet hat? — Ihr seid mit daran schuldig, daßWir eine Ungerechtigkeit begangen haben?" Tresfilian ließsich aus ein Knie vor der Königin nieder, während sein Ver-stand ihm die Gefahr zeigte, sich in einem solchen Augen-blicke der Aufregung zu vertheidigen. „Bist Du stumm, Kerl?"fuhr sie fort; „Du wußtest um diese Sache, nicht wahr?"
„Nein, gnädigste Fürstin, ich wußte nicht, daß diese armeDame die Gräfin von Leicester sei."
„Auch soll sie Niemand als solche erkennen," sagte Eli-sabeth. „Tod meines Lebens! Gräfin von Leicester! — Ichsage Frau Emma Dudley, und sie kann von Glück sagen,wenn sie sich nicht die Wittwe des Verräthers Robert Dud-ley nennen muß."
„Gnädigste Frau," sagte Leicester, thut mit mir, wasIhr wollt, aber fügt diesem Herrn kein Leid zu — er hat esdurchaus nicht verdient."
„Und meinst Du, daß Deine Fürbitte ihm nützen wird,"sagte die Königin, indem sie Tresfilian verließ, der langsamaufstand, und auf Leicester zueilte, welcher noch kniete —„meinst Du, daß Deine Fürbitte ihm nützen wird, Du fal-scher, meineidiger Verräthcr, dessen Schurkerei mich vor mei-nen Unterthancn lächerlich gemacht hat und mir selber ver-