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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
168
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die Heftigkeit ihrer Täuschung ihm die traurige Ueberzeugungaufdringt."

Was, Schwäche, Mylord?" sagte Elisabeth stolz;wolltauch Ihr andeuten, Laß die Gunst, die ich jenem übermüthi-gen Verräther gewährte, ihre Quelle in" doch sie konnteden stolzen Ton nicht länger sortführen, den sie angenommenhatte, und sagte das Folgende mit milderem Ausdruck:aberwarum sollte ich mich bemühen, auch Dich zu täuschen, meinguter und weiser Diener?"

Burleigh beugte sich, ihre Hand zärtlich zu küssen undso selten es auch ist in den Jahrbüchern der Höfe eineThräne wahrer Theilnahme fiel aus dem Auge des Ministersauf die Hand seiner Herrscherin.

Es ist wahrscheinlich, daß das Bewußtsein, diese Theil-nahme zu besitzen, Elisabeth ihre Kränkung ertragen und ihrenäußersten Zorn unterdrücken half; doch wurde fie noch vielmehr von der Furcht bewegt, ihre Leidenschaft möge dem Volkeihre Schmach und Kränkung verrathen, die sie als Weib undals Königin gleich lebhaft zu verbergen wünschte. Sie wen-dete sich von Burleigh, ging finster in der Halle auf und ab,bis ihre Züge ihre gewohnte Würde wieder erlangt hatten,und ihre Bewegungen wieder ruhig waren, wie sonst.

Unsere Herrscherin hat das Bewußtsein ihres edlen Selbstwieder erlangt," flüsterte Burleigh Walfingham zu;beachtetwas sie thut, aber hütet Euch ihr in den Weg zu treten "

Dann näherte sie sich Leicester und sagte ruhig:Mylord vonShrewSbury, Wir erlassen Euch die Aufsicht über Euren Gefange-nen. Mylord von Leicester, steht auf und nehmt Euer Schwertwieder. Eine Viertelstunde des Zwanges unter dem GewahrsamUnseres Marschalls wird, denke ich, keine zu schwere Strafesein für eine Falschheit, die Ihr Monate lang gegen Uns aus-