Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
165
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indem er ihm nachsah,und er läßt mich hier zurück, um nacheinem Pferde und einem Buben zu sehen. Das Eine möchteich schon entschuldigen, denn ich liebe ein gutgeartetes Pferd;aber mit einem mißgestalteten Kobold belästigt zu werden!Woher kommst Du, mein hübsches kleines Bübchen?"

Von der Haide," antwortete der Knabe.

Und was lerntest Du da, mein witziger Bursche?"

Narren zu fangen in rothen Beinkleidern und gelbenStrümpfen," sagte der Knabe.

Hm!" sagte Blount, indem er auf seine ungeheuren Rosennicdcrblickte;da mag der Teufel Dir mehr Fragen vorlegen."

Mittlerweile ging Tressilian der Länge nach durch die großeHalle, wo die erstaunten Hofleute verschiedene Gruppen bilde-ten, und einander geheimnißvoll zuflüsterten, während die AugenAller auf die Thür gerichtet waren, welche vom obern Endeder Halle zu den Zimmern der Königin führte. Raleigh deu-tete auf die Thüre Tressilian klopfte an, und wurde so-gleich eingelassen.

Viele Hälse streckten sich aus, um einen Blick in das In-nere des Zimmers zu thun; doch der Vorhang, welcher dieThür von Innen bedeckte, wurde so schnell wieder zugezogcn,daß sie ihre Neugierde nicht im Geringsten befriedigen konnten.

Bei seinem Eintritt sah sich Tressilian nicht ohne heftigesHerzklopfen in Gegenwart der Königin, welche in heftigerAufregung, die sie nicht verbergen zu wollen schien, auf- undabging, während drei ihrer weisesten und vertrautesten Rath-geber ängstliche Blicke mit einander wechselten, aber nicht re-den zu wollen schienen, bis ihre Wuth sich gelegt habe. Vordem leeren Stuhle, auf dem sie gesessen, und den sie bei derHeftigkeit, womit sie aufgesprungen war, halb auf die Seitegeworfen hatte, kniete Leicester mit über die Brust gekreuzten