Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
164
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Sir Nicolas Blount trat ihm entgegen und sagte, indemer ihm keine Zeit zum Fragen ließ:Gott helfe Dir, Tressi-lian, Du bist mehr zu einem Bauer, als zu einem Hofmannegeschickt, und weißt nicht, wie Du Dich im Gefolge IhrerMajestät zu betragen hast. Hier ruft man Dich und er-wartet Dich, und da kommst Du mit einem mißgestaltetenKobold auf dem Nacken Deines Pferdes angetrabt."

Was ist denn vorgegangen?" fragte Tressilian, indemer den Knaben losließ, welcher leicht wie eine Feder auf denBoden sprang, während er selber abstieg.

Nun das weiß Niemand," versetzte Blount;ich selberkann es nicht einmal herauswittern, obgleich ich doch eine sogute Nase habe, wie alle andere Hofleute. Mplord von Lei-cester sprengte eben über die Brücke, bat um eine Audienz beider Königin, und ist jetzt mit ihr, Burleigh und Walsinghameingeschlossen, und auch Dich ruft man; aber ob von Hoch-verrat die Rede ist, oder wovon sonst, weiß Niemand."

Beim Himmel! er redet die Wahrheit," sagte Raleigh,der in dem Augenblick zu ihnen trat,Du mußt sogleich zurKönigin."

Sei nicht zu rasch, Raleigh," sagte Blount,denke anseine Stiefeln- Um des Himmelswillcn, lieber Tressiliangeh auf mein Zimmer und ziehe meine geblümten seidenen Bein-kleider an ich habe sie erst zwei Mal getragen."

Pah!" antwortete Tressilian,sorge Du nur für diesenKnaben, Blount; sei freundlich gegen ihn, und sieh' zu, daßer nicht entflieht er ist uns sehr wichtig."

Mit diesen Worten folgte er Raleigh hastig, und ließden ehrlichen Blount zurück, in der einen Hand den Zügeldes Pferdes, und den Knaben an der andern.

«Mich ruft Keiner zu diesen Geheimnissen," sagte Blount,