Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
151
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Mylord," sagte Tresfilian," ich bin so sehr bei dem in-teresfirt, was ich zu sagen habe, und so begierig, ein gedul-diges und günstiges Gehör zu finden, daß ich mich so weitherablassen will, mich wegen Alles dessen zu entschuldigen,was;Ew. Herrlichkeit gegen mich haben mögen. Ihr haltetmich für Euren Feind?"

Habe ich nicht hinreichende Veranlassung dazu?" ant-wortete Leirester, als er bemerkte, daß Tresfilian auf eineAntwort wartete.

Ihr thut mir Unrecht, Mylord- Ich bin ein Freund,aber weder ein Anhänger noch ein Parteigänger des Grafenvon Süsser, den die Hoflcute Euren Nebenbuhler nennen, undschon seit langer Zeit habe ich aufgehört, Höfe und Hofintri-guen für mein Temperament und meinen Charakter geeignetzu halten."

Ohne Zweifel, mein Herr," antwortete Leicester;esgibt andere Beschäftigungen, die eines Gelehrten würdigerfind, und für einen solchen hält man Herrn Tresfilian, dieLiebe hat so gut ihre Jntriguen wie der Ehrgeiz."

Ich bemerke, Mylord," entgegnete Tresfilian,daß Ihrviel Gewicht auf meine frühere Neigung zu der jungen un-glücklichen Person legt, von der ich reden will, und vielleichtglaubt, daß ich die Sache mehr als Nebenbuhler, denn derGerechtigkeit wegen, fortsetze."

Es liegt nichts daran, was ich denke," sagte der Graf;fahrt fort! Ihr habt bis jetzt einzig und allein von Euchgeredet. So wichtig auch dieser Gegenstand sein mag, so liegtmir doch nicht so viel daran, daß ich deshalb meine Ruhe auf-schieben sollte, um davon reden zu hören. Erspart mir dieVorrede, mein Herr, und sprecht von der Sache, wenn Ihrmir wirklich Etwas zu sagen habt, was mich betrifft. Wenn