Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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Ihr zu Ende seid, werde ich Euch ebenfalls Etwas mitzuthci-len haben."

Ohne Vorrede also, Mylord," antwortete Tressilian.Da das, was ich zu sagen habe, Ew> Herrlichkeit Ehre be-trifft, so werdet Ihr Eure Zeit nicht verschwendet halten, indemIhr es anhört. Ich habe Ew. Herrlichkeit in Betreff der un-glücklichen Emma Robsart, deren Geschichte Euch nur zu gutbekannt ist, eine Bitte vorzulegcn- Ich bedaure aufrichtig,nicht sogleich diesen Schritt gethan, und Euch zum Richterzwischen mir und dem Schurken aufgefordert zu haben, von demsie beleidigt worden ist. Mylord, sie befreite sich aus einemungesetzlichen und gefährlichen Zustande der Gefangenschaft, in-dem sie den Wirkungen ihrer Vorstellungen auf ihren unwür-digen Gatten vertraute und mir das Versprechen abdrang, nichteher ihretwegen einen Schritt zu Ihun, bis sie sich selber be-müht habe, ihn zur Anerkennung ihrer Rechte zu bewegen."

Ha!" sagte Leiccstcr,bedenkt Ihr, mit wem Ihr redet?"

Ich rede von ihrem unwürdigen Gatten, Mylord," wie-derholte Tressilian,und meine Achtung vor Euch kann keinenmilderen Ausdruck finden. Die unglückliche junge Dame istan einem verborgenen Orte dieses Schlosses untergebracht,wenn nicht gar an einem Orte, der besser zu den schlechtenAbsichten ihres Gatten paßt. Dem muß abgeholfen werden,Mylord, ich sage dies als Bevollmächtigter ihres Vaters, diese unglückliche Heirath muß in Gegenwart der Königinanerkannt und bewiesen, und die Dame sogleich in Freiheitgesetzt werden. Und erlaubt mir zu sagen, daß dies EurerHerrlichkeit Ehre besonders angeht."

Der Graf stand da, erstaunt über die Kälte, mit derTressilian die Sache Emma's führte, als sei sie ein unschul-diges Weib.Ich habe Euch ohne Unterbrechung angehört,