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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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und die Hintertreppe hinunterging.Zum Henker! ich glaubte,der Graf bedürfe meiner zu einer geheimen Jntrigue, und Allesläuft endlich darauf hinaus, daß ich einen Brief besorgen soll!Wohlan, sein Wille soll geschehen, und wie seine Herrlichkeitrichtig sagt, kann es mir ein ander Mal zu Statten kommen.Das Kind muß kriechen, ehe es gehen lernt, und so muß esauch der angehende Hofmann machen. Indessen will ich docheinen Blick in diesen Brief tbun, den er so nachlässig versie-gelt hat." Als er dies gethan, klatschte er entzückt in dieHände und rief:Die Gräfin die Gräfin! ich habe dasGeheimniß, welches mich erheben, oder zu Grunde richtenwird. Aber komm heraus, Bapard," setzte er hinzu, indemer sein Pferd auf den Hofplatz führte,denn meine Sporenmüssen sogleich mit Deinen Seiten Bekanntschaft machen."

Hierauf ritt Lambourne zum Hinterthore hinaus, um SirRichard die erhaltene Botschaft zu überbringen, während wel-cher Zeit Leicestcr seinen prachtvollen Anzug mit einem sehreinfachen vertauschte, einen Mantel umwarf, eine Lampe indie Hand nahm, und durch einen geheimen Verbindungsgangzu einer kleinen versteckten Nebenthür gelangte, die in derNähe des Gartens auf den Hofplatz führte. Er war ruhigerund bedächtiger geworden, und seine Betrachtungen lautetenfolgendermaßen:

Man hat mich schwer beleidigt, doch ich habe die augen-blickliche Rache, die in meiner Gewalt war, beschränkt und ge-hemmt. Aber soll die Verbindung mit diesem falschen Weibeeine bindende Fessel für mich bleiben, um mich auf der edlenLaufbahn anzuhalten, wozu meine Bestimmung mich auffordert?Nein, es gibt noch andere Mittel, dergleichen Bande zulösen, ohne darum die Saiten des Lebens zerreißen zu müssen.Vor Gott bin ich nicht mehr durch die Vereinigung gebunden,