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„Worin besteht Dein Dienst?" fragte der Grast
„Ich bin Stallmeister von Ew. Herrlichkeit Stallmeister?"antwortete Lambourne mit seiner gewohnten Zuversicht-
„So halte Deine Zunge im Zaume," sagte Leicester; „dieScherze, die sich in Sir Richard Varney's Gegenwart ziemen,passen nicht in der weinigen. Wie bald wirst Du DeinenHerrn einholen?"
„In einer Stunde, Mylord, wenn Mann und Pferd nichtszustößt," sagte Lambourne, dessen Benehmen von einem An-flug der Vertraulichkeit zur tiefsten Unterwürfigkeit überging.Der Graf maß ihn vom Kopf bis zu den Füßen mit denAugen.
„Ich habe von Dir gehört," sagte er; „die Leute sagen,Du seiest schnell in Deinem Dienste, aber zu sehr dem Trinken er-geben, als daß man Dir etwas Wichtiges anvertrauen könne."
„Mylord," sagte Lambourne, „ich bin Soldat, Seemann,Reisender und Abenteurer gewesen, und in solchen Verhält-nissen erfreut man sich des heutigen Tages, weil man aufMorgen keine Sicherheit hat. Obgleich ich meine Musestun-den vielleicht übel anwende, so habe ich doch nie die Pflichtversäumt, die ich meinem Herrn schuldig war."
„So thu' cs auch in diesem Falle," sagte Leicester, „undDu sollst dafür belohnt werden. Ueberliefere diesen Briefschnell und sorgfältig Sir Richard Varney's Händen "
„Geht mein Auftrag nicht weiter?" fragte Lambourne.
„Nein," antwortete Leicester; „doch es liegt mir vieldaran, daß dies sorgfältig und eilig geschehe."
„Ich will weder Sorgfalt noch Pferdefleisch schonen," ant-wortete Lambourne, indem er sich sogleich entfernte. „Dies istalso das Ende meiner Privataudienz, wovon ich so viel hoffte,"murmelte er bei sich selber, als er durch die lange Gallerie